Titel: Zur Conservirung der Hefe
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1873, Band 208/Miszelle 17 (S. 467–468)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj208/mi208mi06_17

Zur Conservirung der Hefe

haben Jeverson und Boldt in Copenhagen sich das folgende Verfahren patentiren lassen. Die rohe Hefe wird mit kaltem Nasser sorgfältig ausgewaschen, und dann der größte Theil des Wassers durch Abpressen, ein weiterer Theil durch Ausschleudern auf der Centrifuge entfernt. Da hiermit aber eine völlige Trockenheit noch nicht erreicht ist, so kommt die Hefe nunmehr in einen Apparat, in welchem ein luftleerer oder doch sehr luftverdüunter Raum erzeugt werden kann. In diesem Raume verdunstet das noch vorhandene Wasser bei sehr geringer Wärme, und die Dünste werden durch hinzu gebrachte wasseranziehende Stoffe, z.B. Chlorcalcium, immer sogleich gebunden. Schließlich wird die Hefe noch einem Luftstrom ausgesetzt, sey es von gewöhnlicher oder vorher ausgetrockneter Luft oder von Kohlensäure, je nach der herrschenden Temperatur und den sonstigen Umständen. Durch diese Manipulationen wird schließlich ein ganz trockenes Pulver erhalten, welches, in Gläser oder Büchsen hermetisch |468| eingeschlossen, mehrere Monate lang haltbar und versendbar bleibt. Zum Gebrauch rührt man das Pulver mit Wasser von 20 bis 30° C. an, so daß ein dünner Brei entsteht, der gleiche Wirkung wie die frische Hefe hat. (Der Bierbrauer).

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