Titel: Ueber Entschwefelung der Kohks.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1873, Band 208/Miszelle 7 (S. 463–464)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj208/mi208mi06_7

Ueber Entschwefelung der Kohks.

In der Versammlung des Bezirksvereines deutscher Ingenieure an der Lenne vom 26. Januar d. J. theilte Hr. Dr. Hofmann die von ihm gemachte, für die Eisenhüttenpraxis wichtige Entdeckung mit, daß der Schwefelgehalt der Kohks durch einen Zusatz von saurem Chlormangan bei dem Ablöschen der ersteren vollständig entfernt werde, indem dabei die Bildung von Schwefelwasserstoff erfolgt, und |464| Mangan mit etwas Chlormangan als gern gesehener Zusatz in den Kohks zurückbleibe. Diese Entschwefelung könne von den Kohksbrennereien erzielt werden, wenn sie in einem kleineren Bleireservoir die Lösung von saurem Chlormangan herstellten und von da in die Wasserbassins je nach dem nöthigen Zusatz ablaufen ließen.

Es wurde sofort von mehreren Seiten die Bereitwilligkeit geäußert, Versuche im Großen anzustellen und noch bemerkt, daß ein größeres rheinisches Puddelwerk schon seit längerer Zeit eine Chlormanganlauge, welche mit kalkspathhaltiger Blende abgestumpft sey, also eine Doppelverbindung von Chlormangan und Chlorcalcium enthalte, wahrscheinlich für den gleichen Zweck verwende. Letztere Substanz käme in fester Form in den Handel und enthalte 40 Proc. Chlorcalcium. (Zeitschrift des Vereines deutscher Ingenieure, 1873, Bd. XVII S. 184.)

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