Titel: Prüfung der Magnesia und des Zinkoxydes auf einen Gehalt an Kohlensäure; von K. Calmberg in Darmstadt.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1873, Band 209/Miszelle 4 (S. 154)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj209/mi209mi02_4

Prüfung der Magnesia und des Zinkoxydes auf einen Gehalt an Kohlensäure; von K. Calmberg in Darmstadt.

Die Prüfung oben genannter Präparate auf einen Gehalt an Kohlensäure wird oft mangelhaft ausgeführt, ein Fehler, der hauptsächlich den betreffenden Lehrbüchern, welche diese Methode zu oberflächlich behandeln, zuzuschreiben ist.

Man nehme eine Probe Magnesia oder Zinkoxyd und schüttle sie in einem Reagensglase mit Wasser, einerlei, ob vorher in einer Reibschale angerührt oder nicht, man hört das eigenthümliche Prickeln, welches also in diesem Falle nur von eingeschlossener und eingeschüttelter Luft herrührt. Beim Zinkoxyd, welches sich vermöge seines größeren specifischen Gewichtes schneller absetzt, wie die Magnesia, sieht man verhältnißmäßig noch lange Zeit, wenn man das Reagensglas nach dem Schütteln etwas schräg hält, die Luftbläschen von unten an bis oben hin steigen. Um demnach vor Täuschung sicher zu seyn, reibe man die genannten Oxyde mit Wasser an, erwärme sie etwas, zur noch vollständigeren Austreibung der atmosphärischen Luft, im Reagensglase über der Spiritus- oder Gaslampe, gieße überstehendes Wasser bis auf eine kleine Schicht ab und lasse nun erst die betreffende Säure zur Austreibung der Kohlensäure am Rande des Glases einlaufen, schüttle durchaus nicht, sondern bringe nur durch langsames Hin- und Herbewegen des Reagensglases die hinzugeschüttete Säure mit dem Oxyde immer mehr in Berührung. (Wittstein's Vierteljahresschrift für praktische Pharmacie, Bd. XXII S. 292.)

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