Titel: Darstellung von künstlichem Alizarin, nach Meister, Lucius und Brüning.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1873, Band 209/Miszelle 5 (S. 238)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj209/mi209mi03_5

Darstellung von künstlichem Alizarin, nach Meister, Lucius und Brüning.

Nach einem neuerdings von den Genannten genommenen Patent auf ein Verfahren zur Darstellung von künstlichem Alizarin wird Anthracen mit einem Gemisch von doppelt-chromsaurem Kali und Salpetersäure oxydirt, das entstandene Anthrachinon durch Kochen mit Salpetersäure in Nitranthrachinon übergeführt, dieses mit einem Alkali erhitzt, und schließlich das gebildete Alizarin durch eine Säure ausgefällt.

Das Präparat von Meister, Lucius und Brüning zeichnet sich vor anderen, besonders dem Gessert'schen, dadurch vortheilhaft aus, daß es neben Alizarin auch Purpurin enthält. Bekanntlich können die Krappfarben nur durch Zusammenwirken der beiden im Krapp vorkommenden Farbstoffe schön und ächt erzielt werden. Aus diesem Grunde bietet nur das purpurinhaltige Präparat von M., L. und B. genügende Garantie für seine Brauchbarkeit und führt sich auch immer mehr ein.

Uebrigens soll das Gessert'sche Verfahren ein Abkömmling des ersten in der Höchster Fabrik angewendeten Verfahrens seyn. (Reimann's Färberzeitung, 1873, Nr. 20.)

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