Titel: Billiges Desinfectionsmittel; von G. C. C. Stanford.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1873, Band 209/Miszelle 15 (S. 318)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj209/mi209mi04_15

Billiges Desinfectionsmittel; von G. C. C. Stanford.

Einige populäre Desinfectionsmittel besitzen einen so widerwärtigen Geruch, daß man alle Ursache hat, für die gewöhnlichen häuslichen Zwecke einer geruchlosen Substanz, welche gleiche Dienste leistet, den Vorzug zu geben. Ist eine solche dann zugleich auch noch billig und an sich unschädlich, so verdient sie um so mehr alle Beachtung. Dahin gehören die Chloride der Alkalien und anderer Basen. Mit diesen habe ich experimentirt. Die Versuche dauerten ungefähr einen Monat und umfaßten zwei Reihen; in der ersten Reihe diente mit 2 bis 5 Procent Chlorid versetzter Harn, in der zweiten nahm ich eine Mischung von gleichen Theilen defibrinirtem Blut und Wasser, in welcher ebenfalls 2 bis 5 Proc. Chlorid aufgelöst worden waren. Aus diesen Versuchen hat sich ergeben, daß von den 6 von mir geprüften Salzen, nämlich sogenanntem Chloralum, Eisenchlorid, Chlorcalcium, Chlornatrium, Chlorkalium, Chlorammonium, – das Eisenchlorid am kräftigsten und das Chlornatrium (Kochsalz) am schwächsten wirkt. Am billigsten mit Rücksicht auf seine Wirkung ist das Chlorcalcium; dasselbe wird in allen Alkalifabriken in enormen Mengen als Nebenproduct erhalten, ist also billig, ferner geruchlos, nicht giftig, farblos, verdient daher die nächste Berücksichtigung. Ich empfehle es als 25 Proc. Salz haltende wässerige Lösung. (Archiv der Pharmacie, Bd. CCIII S. 24.)

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