Titel: Arabisches Gummi von verstärkter Klebkraft (vegetabilischer Leim).
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1873, Band 209/Miszelle 18 (S. 319–320)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj209/mi209mi04_18
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Arabisches Gummi von verstärkter Klebkraft (vegetabilischer Leim).

Die Lösung des arabischen Gummis hat als Klebflüssigkeit die unangenehme Eigenschaft, auf Druckpapier oder zu schwach geleimtes Papier gestrichen, dasselbe bis zur Durchsichtigkeit zu durchdringen und trotzdem nicht an anderem Papier haftend zu machen. Ebenso kann man damit nicht Papier an gewöhnliche Pappe, Holz an Holz kleben. Auf Metallflächen mit der Gummilösung aufgeklebtes Papier pflegt sich sehr bald wieder davon zu trennen. Die Verwendung des Gummis als Kitt für Glas, Porzellan, Thon etc. ist ganz unthunlich.

Diese Mängel der Gummilösung werden gehoben, wenn man ihr eine wässerige Lösung von schwefelsaurer Thonerde zusetzt. Auf 250 Grm. der concentrirten Gummilösung (aus 2 Th. Gummi und 5 Th. Wasser bereitet) genügen 2 Grm. des krystallisirten Thonerdesulfates. Dieses Salz löst man in seiner 10 fachen Menge Wasser, und man mischt die Lösung direct mit der Gummilösung, welche in diesem Zustande den Namen vegetabilischer Leim mit Recht verdient. Alaunlösung erfüllt die Zwecke des Thonerdesulfates weniger genügend. (Pharmaceutische Centralhalle, 1873 Nr. 24.)

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