Titel: Untersuchung des chromsauren Bleioxydes auf schwefelsaures Bleioxyd, nach E. Duvillier.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1873, Band 209/Miszelle 5 (S. 315)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj209/mi209mi04_5

Untersuchung des chromsauren Bleioxydes auf schwefelsaures Bleioxyd, nach E. Duvillier.

Das chromsaure Bleioxyd (Chromgelb, Chromorange etc.) des Handels enthält gewöhnlich mehr oder weniger schwefelsaures Bleioxyd. Um es auf diese Beimengung zu untersuchen, verfährt der Genannte folgendermaßen:

Man bringt 1 Theil des zu prüfenden chromsauren Bleioxydes in einem hinreichend großen Kochglase mit 2 bis 3 Theilen Salpetersäure von 1,420 spec. Gewicht, 1 bis 2 Theilen destillirtem Wasser und 1/4 Theil Alkohol zusammen und erwärmt die Mischung gelinde. Die Reaction, welche eintritt, bestehend in der Oxydation des Alkohols durch die Chromsäure, ist sehr lebhaft; sobald diese beginnt, muß man die zum Erhitzen dienende Flamme sehr verkleinern; wenn sie nachgelassen hat, erhitzt man, bis die salpetrigen Dämpfe verschwunden sind. Man hat nun in dem Glase eine violette Flüssigkeit, welche salpetersaures Bleioxyd und salpetersaures Chromoxyd enthält, und einen weißen Niederschlag von salpetersaurem Bleioxyd, welcher auch schwefelsaures Bleioxyd enthalten kann. Man fügt der Mischung Wasser hinzu und erhitzt sie zum Kochen; wenn kein schwefelsaures Bleioxyd vorhanden ist, löst sich Alles auf; im entgegengesetzten Falle bleibt dieses Salz ungelöst übrig.

Will man das schwefelsaure Bleioxyd quantitativ bestimmen, so verdampft man die Mischung zur Trockne, um die Salpetersäure etc. zu vertreiben, indem man nicht zu stark erhitzt, um eine Zersetzung des salpetersauren Chromoxydes zu verhüten. Indem man nachher die Masse wieder mit Wasser aufnimmt, erhält man unmittelbar das schwefelsaure Bleioxyd mit einer gewöhnlich hinreichenden Annäherung. In einem chromsauren Bleioxyd, welches 32,25 Proc. schwefelsaures Bleioxyd enthielt, fand Duvillier auf diese Weise 29,48 Proc. des letzteren. (Comptes rendus, t. LXXVI p. 1352).

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