Titel: Wirkung des Zinnoxydulnatrons auf Schießwolle, nach Prof. Böttger.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1873, Band 209/Miszelle 7 (S. 315–316)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj209/mi209mi04_7

Wirkung des Zinnoxydulnatrons auf Schießwolle, nach Prof. Böttger.

Ueberschüttet man gut bereitete Schießwolle mit einer concentrirten Lösung von Zinnoxydulnatron und erhält diese ungefähr 10 Minuten lang im heftigsten Sieden, so erhält man schließlich eine vollkommen klare, schwach gelblich gefärbte Flüssigkeit, die mit einer größeren Menge Wasser verdünnt werden kann, ohne daß sie sich trübt. Setzt man derselben einen Ueberschuß von Salzsäure zu, so scheidet sich eine schleimige Masse aus, die, gehörig ausgesüßt, sich als regenerirte Cellulose, und zwar ganz in derselben gelatinösen Form, wie man sie beim Ausfällen einer Lösung von Baumwolle aus Kupferoxydammoniak durch Salzsäure erhält, zu erkennen gibt. Da |316| Cellulose (gereinigte Baumwolle) an sich selbst bei noch so langem Sieden mit einer Zinnoxydulnatronlösung nicht im mindesten verändert oder angegriffen wird, so kann dieses Verhalten u.a. dazu dienen, die Aechtheit oder richtige Bereitungsweise einer Schießwolle zu constatiren, indem bei Behandlung derselben mit einer Zinnoxydulnatron-Lösung jede Spur von nicht in Schießwolle übergeführter Baumwolle ungelöst bleibt. (Der praktische Techniker. 1873 S. 148.)

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