Titel: Die Central-Zuckerfabrik in Cambrai.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1873, Band 209/Miszelle 8 (S. 397–398)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj209/mi209mi05_8
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Die Central-Zuckerfabrik in Cambrai.

In Frankreich beginnt das System der unterirdischen Saftleitungen sich immer mehr Bahn zu brechen, und das Journal de fabricants de sucre hat vor Kurzem einen Bericht über eine nach diesem System erbaute Centralfabrik in Cambrai veröffentlicht, der Zeugniß geben soll von der Großartigkeit einer solchen Einrichtung.

Der Saft wird aus 14 Reibereien, die in einer Entfernung von 7 bis 32 Kilomet. von der Fabrik liegen, derselben durch eine Saftleitung von 100 Kilomet. Länge und 90 bis 250 Millimet. Durchmesser zugeführt. Demnächst soll die Anzahl der Reibereien auf 25 erhöht, und es sollen dann im Ganzen 250 Millionen Kilogrm. Rüben verarbeitet werden. Der zuströmende Saft gelangt zunächst unter eine große Glocke, welche wiederum mit einer Saftreserve von 5000 Hektolit. Inhalt in Verbindung steht. Aus der Glocke fließt der Saft in den Saftvorwärmer (mit 400 Quadratmet. Heizfläche) und von da in die Saturationsgefäße, deren im Ganzen sechs, nämlich vier für die erste und zwei für die zweite Saturation, vorhanden sind. Die Kohlensäure wird durch acht Schlangen in die 500 Hektolit. fassenden Saturateure getrieben. Von der zweiten Saturation fließt der durch Absetzenlassen geklärte Saft vorerst in ein Vorfilter und sodann in die geschlossenen transportablen Kohlenfilter (8 an der Zahl) von 1 bis 8 Met. Durchmesser und 2 bis 5 Met. Höhe. Der Verdampfapparat besteht aus drei Körpern von 4,5, 5 und 5,6 Met. Durchmesser. Das Vacuum hat 5,5 Met. im Durchmesser und eine Höhe von 4 Met. Die Sude beziffern sich auf 6 bis 700 Hektolit.; die Füllmasse fließt zuerst in zwei Behälter und von da in 16 Centrifugen. Diese Zahlen liefern wohl einen Beweis von der Großartigkeit der von S. Linard, Erfinder der Reibereien, erbauten Centralfabrik in Cambrai. (Zeitschrift für Zuckerindustrie, 1873 S. 202)

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