Titel: Feuerschutz-Stärke zum Unverbrennlichmachen von Bekleidungsgegenständen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1873, Band 210/Miszelle 9 (S. 157)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj210/mi210mi02_9

Feuerschutz-Stärke zum Unverbrennlichmachen von Bekleidungsgegenständen.

Zur Bereitung eines Stärkepräparates zum Unverbrennlichmachen von Geweben gibt Hager (pharmaceutische Centralhalle) folgende Vorschrift: 10 Thle. weißgebrannte und gepulverte Knochen werden zuerst mit 50 Thln. heißem Wasser übergossen, dann allmählich 6 Thle. englische Schwefelsäure zugefügt. Die gut verrührte Mischung wird 2 Tage lang an einem warmen Ort unter bisweiligem Umrühren hingestellt, dann nach Zugabe von 100 Thln. destillirtem Wasser filtrirt. Der Flüssigkeit werden 5 Thle. Bittersalz, vorher in 15 Thln. destillirtem Wasser gelöst, zugefügt, dann in der Kälte so viel Ammoniak unter Umrühren zugesetzt, daß die Mischung darnach riecht, der ausgeschiedene Niederschlag in Leinwand geschlagen, ausgepreßt, an einem mäßig warmen Ort getrocknet und dann zu feinem Pulver gerieben. Von diesem Pulver (phosphorsaurer Ammoniak-Magnesia) werden 2 Thle. mit 1 Thl. wolframsaurem Natron und 6 Thln. Weizenstärke genau gemischt und mit ein wenig blauem Carmin dem Pulver ein bläulicher Schein gegeben. Es ist sorgfältig darauf zu sehen, daß weder die verwendeten Materialien eisenhaltig sind, noch daß während der Bereitung auf andere Weise Eisen in das Pulver komme. Zum Gebrauche wird das Pulver mit der etwa doppelten Menge kaltem Wasser angerührt und dann so viel kochendes Wasser unter Umrühren zugesetzt, daß eine schleimige Flüssigkeit entsteht, in welche die unverbrennlich zu machenden Bekleidungsgegenstände etc. eingetaucht werden.

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