Titel: Giftfreies Fliegenpapier.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1873, Band 210/Miszelle 14 (S. 239)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj210/mi210mi03_14

Giftfreies Fliegenpapier.

Dasselbe wird bereitet, indem man 1 Pfund Quassiaholz mit 5 Pfund Wasser übergießt, eine Nacht warm stehen läßt und dann so lange kocht, bis die abgeseihte Flüssigkeit ungefähr 2 Pfund beträgt. Das Holz wird dann abermals mit 2 Pfund Wasser gekocht, bis 1 Pfund zurückbleibt. In den abgeseihten und gemischten Flüssigkeiten wird 1/2 bis 3/4 Pfund Zucker gelöst. Das Papier wird nun durch diese Flüssigkeit hindurchgezogen, ablaufen gelassen und auf Leinen zum Trocknen angehängt. Gewöhnlich wählt man rothes ungeleimtes, etwas starkes Fließpapier, das man vorher erst bedrucken läßt. Das Papier bezieht man entweder direct aus der Fabrik,127) oder von Händlern, z.B. Ferdinand Flinsch in Leipzig. Das Drucken besorgt nach vorhandenen Mustern jede Druckerei und läßt man die ganzen Bogen am zweckmäßigsten drucken und zerschneidet erst nach dem Trocknen. Auch läßt man sich gleich eine möglichst große Quantität auf einmal drucken, weil dann der Druck um vieles wohlfeiler kommt. (Industrieblätter, 1873 S. 322.)

|239|

Bedrucktes braunes Löschcanonpapier zu giftfreiem Fliegenpapier liefert die Papier- und chemische Fabrik von Eugen Dietrich in Helfenberg bei Dresden.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: