Titel: Ueber ein neues Fleisch-Extract; von O. Leube.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1873, Band 210/Miszelle 16 (S. 319–320)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj210/mi210mi04_16

Ueber ein neues Fleisch-Extract; von O. Leube.

1000 Grm. von Fett und Knochen ganz freien Rindfleisches werden fein zerhackt, in einen Thon- oder Porzellantopf gebracht und mit 1000 Kub. Cent. Wasser und 20 Grm. reiner Salzsäure angesetzt. Das Porzellangefäß wird hierauf in einen Papin'schen Topf gestellt, mit einem festschließenden Deckel zugedeckt und zunächst 10 bis 15 Stunden lang gekocht (während der ersten Stunden unter zeitweiligem Umrühren). Nach dieser Zeit nimmt man die Masse aus dem Topfe und zerreibt sie in einem Mörser, bis sie emulsionsartig aussieht. Hierauf wird sie noch 15 bis 20 Stunden lang gekocht, ohne daß der Deckel des Papin'schen Topfes gelüftet wird, dann wie eine Saturation bis fast zur Neutralisation mit kohlensaurem Natron versetzt, endlich bis zur Breiconsistenz eingedampft, in fünf Portionen (à 250 Grm. Fleisch) abgetheilt und in Büchsen verabreicht. Der Preis einer Büchse stellt sich auf 10 bis 12 Sgr. Der Verfasser hat dieses Mittel von ganz ausgezeichnetem Erfolge gefunden, bei den verschiedensten Magenkrankheiten und überall da, wo die Darmschleimhaut vor stärkeren Reizen bewahrt werden muß; namentlich hat er dasselbe bei Typhus-Reconvalescenten vielfach mit Nutzen gereicht. Er gibt es entweder rein oder in Fleischbrühe, welcher je nach dem Geschmacke des Patienten etwas Liebig'sches Fleischextract zugesetzt werden kann, und zwar so lange, als der Kranke dieser Speise nicht |320| überdrüssig wird, in welchem Falle nebenbei Milch mit gestoßenem Zwieback verabreicht wird. (Berl. Klin. Wochenschr. 1873 S. 195; chemisches Centralblatt, 1873 S. 462).

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