Titel: Ueber Bierbereitung aus Runkelrüben und Malz.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1873, Band 210/Miszelle 13 (S. 478)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj210/mi210mi06_13

Ueber Bierbereitung aus Runkelrüben und Malz.

Der Zuckerreichthum der Runkelrüben hat schon seit lange den Gedanken nahe gelegt, dieselben als Material zur Bierbereitung zu verwenden. Die praktische Ausführung dieser Idee scheiterte bisher an der Erfahrung, daß das so gewonnene Getränk einen unangenehmen, bisher nicht zu beseitigenden Beigeschmack zeigte. Ein Engländer, Namens A. Pryor, hat durch Versuche ein Verfahren zur Bereitung eines schmackhaften Bieres aus Rüben gefunden, und neuerdings hat sich ein englischer Landwirth, Fr. Coales, eine Bierbereitungsart patentiren lassen, bei welcher er ebenfalls Futterrunkelrüben als Material zur Herstellung eines nicht nur schmackhaften, sondern namentlich auch sehr haltbaren Bieres verwendet. Das Verfahren ist in seinen Einzelheiten zur Zeit noch Geheimniß des Erfinders, doch vermag der Berichterstatter P. Smith wenigstens so viel zu berichten, daß die Rüben gewaschen, zerquetscht und mit siedendem Wasser extrahirt und mit gleichen Gewichtstheilen gedarrten Malzes zur Bereitung der süßen Würze versetzt werden; Hopfenzusatz und weitere Behandlung sind dieselben, wie bei dem gewöhnlichen Brauverfahren; die Rübenreste werden als Viehfutter verwendet. (Wiener landwirthschaftliche Zeitung, 1873, S. 91.)

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