Titel: Beobachtungen über den auf dem Zink-Kupferpaar gebildeten schwarzen Niederschlag; von J. H. Gladstone und A. Tribe.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1873, Band 210/Miszelle 2 (S. 473)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj210/mi210mi06_2

Beobachtungen über den auf dem Zink-Kupferpaar gebildeten schwarzen Niederschlag; von J. H. Gladstone und A. Tribe.

Der Niederschlag, welcher auf einer Zinkplatte entsteht, wenn man sie in eine Lösung von Kupfervitriol taucht, besteht lediglich aus Kupfer, ohne Beimengung von Zink und zwar so lange, als sich noch Kupfer in der Lösung befindet. Läßt man aber, nachdem alles Kupfer gefällt ist, das Zink noch in der Flüssigkeit stehen, so bedeckt sich das Kupfer mit metallischem Zink, welches aus zwei aufeinanderfolgenden Reactionen hervorgeht: es entsteht nämlich unter dem Einflusse des im Wasser gelösten Sauerstoffes Zinkoxyd, welches sich auf dem Kupfer absetzt; gleichzeitig aber reducirt der durch die Zersetzung des Wassers mittelst des Zinkkupferpaares entstandene Wasserstoff jenes Zinkoxyd wieder zu Metall.

Ein solcher Absatz läßt unter dem Mikroskope Krystalle von Kupfer und Zink erkennen. Die letzteren verschwinden, wenn man den Absatz mit einer Lösung von Kupfervitriol wäscht. Man sieht also, daß der Absatz, welcher das Zinkkupferpaar constituirt, selbst Zink enthalten kann. Die Berührungspunkte zwischen den beiden Metallen werden dadurch zahlreicher und es folgt daraus, daß die Thätigkeit eines ähnlichen Paares eher erhöht als vermindert wird.

Die Reduction des Chlorsilbers durch Zink zeigt analoge Erscheinungen. Dieselbe Bemerkung ist anwendbar auf das Zink-Platinpaar und auf das Zink-Goldpaar; diese besitzen, wie vorauszusehen, eine energischere chemische Activität als das Zinkkupferpaar. (Aus dem Journal of the chemical Society vom Mai 1873, t. XI p. 452 durch den Bulletin de la Société chimique de Paris vom 5. Oct. 1873, t. XX. p. 261.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: