Titel: [Davis und Dubois's Automatische Schmierbüchse für Dampfmaschinen.]
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1874, Band 211, Nr. I. (S. 1–2)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj211/ar211001

I. Automatische Schmierbüchse für Dampfmaschinen, von Davis und Dubois in Philadelphia.

Aus dem Journal of the Franklin Institute, November 1873, S. 296.

Mit einer Abbildung auf Tab. I.

Fig. 11 stellt diese Büchse, durch welche ein stetiges ununterbrochenes Schmieren der Dampfmaschinencylinder und Schieberventile erzielt wird, im Verticaldurchschnitte dar. A ist der Hauptbehälter und B ein kleinerer Hülfsbehälter; C das mit dem Cylinder in directer Verbindung stehende Hauptventil; D ein secundäres Ventil, welches die Communication zwischen den Behältern A und B absperrt. Diese Ventile werden mittelst des Griffes E in Thätigkeit gesetzt. F ist das Speiseventil; dieses ist geschlossen, wenn das Hauptventil C offen ist, und wird mittelst des Rades G, welches zur Regulirung der in der hohlen Stange I befindlichen Oeffnung H dient, in Wirksamkeit gesetzt. J ist der Einfülltrichter mit einem ventilähnlich schließenden Stöpsel; K ist ein Luftventil, durch welches beim Füllen des Behälters A die Luft entweichen kann.

Nachdem man das Hauptventil C und das Speiseventil F mit Hülfe des Griffes E und des Rades G geschlossen, das Luftventil K geöffnet und den Stöpsel des Trichters J losgeschraubt hat, füllt man den Behälter A und die Kammer B mit dem Schmiermittel, und schließt hierauf das Ventil K und den Stöpsel J. Durch Oeffnen des Ventiles C und gleichzeitiges Schließen des Ventiles D läßt man nun den Talg der Kammer B, bevor die Maschine in Gang gesetzt wird, in den Cylinder fließen. Wenn die Vorrichtung nicht als automatische Schmierbüchse verwendet werden soll, so wird die Manipulation mit den Ventilen C und D in gewissen Intervallen vorgenommen.

Soll die Schmierbüchse continuirlich arbeiten, so wird das Ventil F (bei geschlossenen Ventilen C oder D) geöffnet, worauf der Dampf durch |2| die hohle Spindel I in den Behälter A strömt und sich zu Wasser condensirt. Dieses sinkt zu Boden und hebt das Fett bis zur Höhe der Oeffnungen H, durch die es bei jedem Kolbenhub, so lange der Vorrath reicht, in den Cylinder gesaugt wird. Wenn sich der Behälter A mit Condensationswasser gefüllt hat, so läßt man dieses, nachdem man die Maschine gestoppt und den Trichterstöpsel J geöffnet hat, durch das Ventil D zunächst in die Kammer B und von dieser durch die Ventilöffnung C in den Cylinder ablaufen. Sollte eine fremde Substanz in den Behälter gelangen, so entfernt man dieselbe, indem man während des Ganges der Maschine Dampf durchblasen läßt. Zum Zweck einer regelmäßigen Schmierung braucht die Büchse nur einmal täglich gefüllt zu werden.

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