Titel: Verarbeitung der in den Gasanstalten ausgenutzten Laming'schen Masse.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1874, Band 211/Miszelle 9 (S. 75–76)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj211/mi211mi01_9
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Verarbeitung der in den Gasanstalten ausgenutzten Laming'schen Masse.

Die chemische Fabrik von Kunheim in Berlin verarbeitet seit 3 bis 4 Jahren auch die Laming'sche Masse der Gasanstalten. Das Gemenge von Eisenoxyd und Kalk, woraus dieselbe im Wesentlichen besteht, nimmt bald eine große Menge Ammoniak, Schwefel und Cyanverbindungen auf. Durch Waschen mit Wasser werden die Ammoniaksalze ausgezogen und für sich gewonnen. Der Rückstand läßt, mit Kalk zersetzt, ein Doppelcyanür in Lösung gehen, aus welchem durch Fällen mit schwefelsaurem Kali gelbes Blutlaugensalz dargestellt wird. Das Ungelöste, geröstet, führt seinen sämmtlichen Schwefel der Bleikammer zu, und es hinterbleibt endlich ein zum Reinigen des Gases sehr geeignetes Eisenoxyd. Nebenbei läßt sich auch Schwefelammonium und durch directes Behandeln mit Salzsäure Berlinerblau darstellen. (Aus der Schrift „Die chemische Großindustrie“ etc. von F. Beilstein.)

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