Titel: Ueber Pattinsoniren.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1874, Band 211/Miszelle 5 (S. 156)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj211/mi211mi02_5

Ueber Pattinsoniren.

Die HHrn. Luce und Rozan auf der Hütte St. Louis-les-Marseille wenden zum Umrühren des geschmolzenen Bleies zur Krystallisation anstatt Handarbeit oder maschineller Rührschaufeln das Einleiten von Dampf an. Derselbe befördert besonders die Oxydation des Kupfers, da die Oxyde schwarz ausfallen, was beim gewöhnlichen Pattinsoniren nicht stattfindet. Antimon scheint nicht vom Wasserdampf angegriffen, sondern durch die Einwirkung des Sauerstoffes der Luft entfernt zu werden. Indeß ist es nicht nöthig, die Bleie, welche nicht sehr hart (antimonhaltig) sind, vorher zu raffiniren, was sonst bei fast allen geschieht.

Die Arbeit mit Dampf geht bedeutend schneller als die gewöhnliche, man verarbeitet 13 bis 16 Tonnen Blei in derselben Zeit wie früher 9 bis 10. Man erhält nur halb so viel Oxyde, wie sonst, das Armblei ist sehr weich, hält nur 1,2 bis 2 Grm. Silber in 100 Kil. und das Reichblei 1600 bis 2000 Grm. in 100 Kil., was sonst nur mit Mühe und vermehrten Kosten zu erreichen war. (Annales des mines; hannoversches Wochenblatt für Handel und Gewerbe, 1874, Nr. 3.)

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