Titel: Ueber Pepsinpräparate.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1874, Band 211/Miszelle 12 (S. 246–247)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj211/mi211mi03_12

Ueber Pepsinpräparate.

Zur Hebung von Verdauungsbeschwerden sind in letzterer Zeit verschiedene Pepsinpräparate in den Handel gekommen, wie Pepsin-Essenz, Elixir, Pillen, Tabletten, Wein, Liqueur. Diese käuflichen Mischungen enthalten das wirksame Verdauungsferment Pepsin in mehr oder weniger concentrirtem Zustande. Zur Darstellung gebraucht man den Magen der Schweine, den Labmagen der Rinder, der Schafe; da die in der Wandung des Magens eingesenkten Labdrüsen den pepsinhaltigen Verdauungssaft absondern. Von der Wirksamkeit einer Pepsinlösung kann man sich leicht überzeugen, wenn man zu derselben in einem Reagensglase, welches in Wasser von 30° Cels. eingetaucht wird, Blutfibrin bringt, das durch ein gutes Pepsinpräparat bald aufgelöst wird. E. Scheffer 120) wendet zur Bereitung des flüssigen Pepsins Glycerin an, |247| welches das Schimmeln verhindert ohne Beeinträchtigung des Auflösungsvermögens für coagulirte Eiweißstoffe, und spricht sich entschieden gegen die Anwendung von Wein oder überhaupt alkoholhaltiger Flüssigkeiten aus, worin ihm auch E. Heintz 121) gelegentlich der Besprechung verschiedener Sorten des käuflichen Pepsins beistimmt, da mit Wein versetzte Pepsinlösung nach Versuchen des letzteren fast ohne Wirkung ist, weßhalb er auch Pepsin nehmenden Patienten vom Weingenuß während der Mahlzeit abräth.

|246|

Vergl. Archiv der Pharmacie, Bd. CXLIII S. 164.

|247|

Ebendaselbst Bd. CXLVI S. 130.

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