Titel: Ueber die Reinigung der Oxalsäure; von Franz Stolba.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1874, Band 211/Miszelle 8 (S. 324–325)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj211/mi211mi04_8
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Ueber die Reinigung der Oxalsäure; von Franz Stolba.

Wenn es sich um die Darstellung größerer Quantitäten reiner Oxalsäure handelt, so empfiehlt sich nach meinen Versuchen das schon von anderer Seite empfohlene Umkrystallisiren aus Salzsäure.

Wenn man nämlich die zu reinigende Oxalsäure in der genügenden Menge einer 10–15procentigen siedenden Salzsäure löst, das Filtrat erkalten läßt, die Mutterlauge durch Absaugen entfernt und so lange mit kleinen Quantitäten Wassers nachwäscht, bis das ablaufende nur sehr geringe Mengen von Salzsäure enthält, so braucht man die feuchten Krystalle nach dem Absaugen der Mutterlauge nur aus reinem Wasser umkrystallisiren zu lassen, um in der abgewaschenen Oxalsäure ein ganz reines Product zu erhalten.

Wesentlich ist hierbei der Umstand, daß man in beiden Fällen die heiße Lösung unter stetem Umrühren rasch erkalten lasse, um kleine Krystalle zu erhalten, nachdem die beim langsamen Erkalten sich bildenden großen Krystalle Mutterlauge einschließen können.

Selbst größere Quantitäten von in dieser Art gereinigter Oxalsäure verflüchtigen beim Erhitzen in einem Platintiegel ohne den geringsten Rückstand zu lassen. Die erhaltenen Mutterlaugen können mit Vortheil auf oxalsaures Ammoniak verarbeitet werden, da sie beim Neutralisiren mit kohlensaurem Ammoniak das meiste Oxalat ausscheiden, nachdem sich dasselbe bekanntlich in einer Lösung von Chlorammonium schwieriger löst, als in reinem Wasser. (Vorgetragen in der Sitzung der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der königl. böhmischen Gesellschaft der Wissenschaften am 7. November 1873.)

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