Titel: Ausbeute eines Tellurerzes; von Dr. H. Schnitzler.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1874, Band 211/Miszelle 5 (S. 484–485)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj211/mi211mi06_5

Ausbeute eines Tellurerzes; von Dr. H. Schnitzler.

Bei Verarbeitung von etwa 6 Pfd. Tellurerz erhielt ich nach Behandlung mit verdünnter Salzsäure und dann durch wiederholtes Erhitzen mit Salpetersalzsäure. Eindampfen der Lösung, Fällen des Goldes mit Eisenvitriol in der Wärme, des Tellurs mit Schwefligsäuregas in der Wärme, Ausziehen des Chlorsilbers aus den Rückständen mit Ammonflüssigkeit und Reduction mit Zink:

128 Gramme reines Gold, 240 Gramme Tellur, 10 Gramme tellurhaltiges Selen, welches später gefällt wird und 30 Gramme Silber.

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Das schwarze pulverige Tellur läßt sich in einem bedeckten Porzellantiegel bei ganz gelinder Hitze fast ohne Verlust zu einem Regulus von glänzendem Metall schmelzen.

Das Tellurerz wird von den österreichischen Bergämtern nach dem Goldgehalte verkauft; derselbe war in obigem Schlich zu etwa 120 Gramme angegeben.

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