Titel: Behandlung von Färberei-Abflußwässern; von Higgin und Stenhouse.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1874, Band 214 (S. 172)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj214/ar214mi02_03

Behandlung von Färberei-Abflußwässern; von Higgin und Stenhouse.

Um die Arsen- und Phosphorsalze aus den zum Fixiren (dem sogenannten „Kothen“) der Beizen gebrauchten Lösungen wiederzugewinnen, verfahren die Patentinhaber folgendermaßen: Das Abflußwasser wird mit einem Eisen- oder Mangansalze vermengt, das Gemenge durch Zusatz von Kalkmilch alkalisch gemacht und absetzen gelassen. Der das Arsen und den Phosphor enthaltende Niederschlag wird, nach Decantiren der darüberstehenden, klaren Mutterflüssigkeit, auf Tuchfiltern drainirt, eine Probe desselben auf Gehalt von Basen geprüft und die ganze Masse mit soviel Einfach-Schwefelnatrium versetzt, daß ein Aequivalent dieses letzteren auf je ein Aequivalent Base entfällt; das so erhaltene Gemisch wird mit Wasser flüssig gemacht und in mit Dampf erhitzten Pfannen zwei Stunden lang gekocht. Die resultirende klare Lösung enthält arsenig-, arsen- und phosphorsaures Natron; sollte in derselben auch ein wenig Schwefelnatrium zugegen sein, so oxydirt man es mittels unterchlorigsauren Natrons. Die Lösung ist nun zu neuem „Kothen“ verwendbar; in Fällen, wo sie zu alkalisch befunden wird, neutralisirt man mit einer Mineralsäure. Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1874 S. 1298.)

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