Titel: Ersatz des Leinöles bei Druckerschwärze durch Bankulöl.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1874, Band 214 (S. 256)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj214/ar214mi03_04

Ersatz des Leinöles bei Druckerschwärze durch Bankulöl.

Ein bis jetzt von der europäischen Industrie unbeachtet gebliebener Rohstoff ist die Bankulnuß von Aleurites triloba, welche von Martinique, Guadeloupe, Neucaledonien, Tahiti, Guyana, Reunion in sehr großen Massen in den Handel gestellt werden könnte. Es ist nicht nur die Billigkeit dieses ölreichen Rohstoffes, sondern die Qualität des aus dieser Nuß gewinnbaren Oeles, welche dieselbe zur Einführung in unsere Oelfabriken empfiehlt. Das Oel, wovon die Samen 50 bis 60 Proc. enthalten, kommt ab und zu als Huile de Bancoul oder Kekune Oil in den europäischen Handel; eine ständige Waare bildet es jedoch nicht. Es gehört in die Kategorie der trocknenden Oele, an welchen wir keinen Ueberfluß besitzen. Nach Angaben des Katalogs der französischen Colonien wäre das Bankulöl zur Bereitung von Oelfarben in ausgezeichneter Weise geeignet. Aber auch, wenn dies nicht zutreffen sollte, wenn es nur zur Erzeugung von Druckerschwärze tauglich wäre, zu dessen Fabrikation man gegenwärtig fast ganz auf das Leinöl angewiesen ist, so würde die Einführung dieses Fettstoffes unter der gewiß zutreffenden Voraussetzung eines niederen Preises als ein Vortheil anzusehen sein. (Wiesner's officieller Ausstellungsbericht über „fremdländische Pflanzenstoffe zu industriellem Gebrauche“; S. 134.)

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