Titel: Fabrikation der Maisstärke; von Leconte.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1874, Band 214 (S. 338–339)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj214/ar214mi04_08

Fabrikation der Maisstärke; von Leconte.

Das Maiskorn wird in Aetznatron erweichen gelassen und dann in Kübeln aus Drahtgeflecht in reines Wasser gebracht. Nach dem Auswaschen zerquetscht man das Korn zwischen Mühlsteinen, über welche man Wasser strömen läßt. Die abfließende Milch wird mit mehr Wasser verdünnt und dann durch Siebe auf eine schief liegende ausgebreitete Fläche geleitet. Das Sieb hält die Faserstoffe und sonstige größere feste |339| Theile des Kornes zurück; das durchgegangene Stärkemehl setzt sich aus der Milch schon auf der geneigten Fläche nieder, während die fetten stickstoffhaltigen Bestandtheile des Kornes mit der strömenden Flüssigkeit in große Kufen gelangen. Das Stärkemehl wird gesammelt, sorgfältig gewaschen, um Gluten und letzte Spuren von Aetznatron fortzuschaffen, und ist nun zum Gebrauche bereit. Handelt es sich um Aufbewahrung und Versendung, so muß es natürlich noch getrocknet werden. Die faserigen Rückstände in den Sieben können entweder als Viehfutter benutzt oder zu Papierbrei u.s.w. verarbeitet werden. Die Fettstoffe in den Sammelkufen werden abgeschöpft und finden Verwendung in der Seifenfabrikation. (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1874 S. 1299.)

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