Titel: Zur Desinfectionsfrage.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1874, Band 214 (S. 340–341)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj214/ar214mi04_11

Zur Desinfectionsfrage.

Versetzt man nach Leube (Polytechnisches Notizblatt, 1874 S. 289) frische Excremente mit 1/30 ihres Gewichtes roher Schwefelsäure, welche vorher mit etwa 5 Theilen Wasser verdünnt wurde, so trocknen dieselben innerhalb einiger Wochen zu einer völlig |341| geruchlosen, kohligen Masse aus. Der Verf. schlägt nun vor, die mit verdünnter Schwefelsäure täglich, ja oft stündlich desinficirten Exkremente in cementirten Gruben zu sammeln, gelegentlich abzufahren, mit Romancement zu versetzen und aus dem Gemisch Fäcalsteine zu formen. Diese sollen aber nicht, wie Petri (dies Journal, erstes Augustheft 1874 S. 258) vorschlägt, verbrannt, sondern gemahlen und statt Guano verwendet werden.

Der fortwährende Gebrauch von Schwefelsäure ist offenbar so bedenklich, daß dieser Vorschlag unausführbar ist. (Vergl. dies Journal, 1873 Bd. CCX S. 144).

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: