Titel: Ueber die Säuren des Rohpetroleums.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1874, Band 214 (S. 341)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj214/ar214mi04_12

Ueber die Säuren des Rohpetroleums.

Werden nach einer Mittheilung von Matscheko die schweren Sorten des wallachischen Bergöles wie üblich der Destillation unterworfen und die leichtflüchtigen Destillate bis zu einem specifischen Gewicht von 0,740 getrennt aufgefangen, die nachfolgenden Producte bis zu einem spec. Gew. von 0,875 gemeinschaftlich gesammelt, so bildet dieses Gemisch von einem spec. Gew. von etwa 0,820 bis 0,830 das zu Leuchtölen bestimmte Material. Wird dieses letztere unter heftigem Bewegen mit Natronlauge von 1,34 spec. Gew. behandelt, so scheiden sich hierbei voluminöse gallertartige Flocken ab, welche durch schwaches Erwärmen mehr zusammensinken und das mechanisch gebundene Mineralöl fahren lassen.

Hell und Medinger haben aus diesem Niederschlage eine Säure abgeschieden, welche wahrscheinlich die Formel C₁₁H₂₀O₂ (C₂₂H₂₀O₄) hat und das Glied einer ganz neuen Reihe von Säuren bildet. Sie siedet bei 258 bis 261°, besitzt einen an Petroleum erinnernden Geruch und ist bedeutend dickflüssiger als der ölige Methylester, dessen Siedepunkt bei 236 bis 240° liegt. Ihr spec. Gew. bei 0° ist 0,982. Sie ist eine schwache Säure und gibt mit den Metallen pflasterähnliche Salze. (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1874 S. 1216.)

F.

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