Titel: Prüfung des Traubenweines auf Obstwein.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1874, Band 214 (S. 423–424)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj214/ar214mi05_11
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Prüfung des Traubenweines auf Obstwein.

Nach Sonnex läßt sich auf nachstehende Weise noch die Gegenwart eines Drittels Obstwein im Traubenwein mit Sicherheit nachweisen. Das Verfahren beruht auf folgenden Thatsachen.

A. Kein Traubenwein enthält so viel Kali, daß der Ueberschuß, welcher sich darin außer dem Zustande von Bitartrat befindet, ebenso viel beträgt als dieser.

B. Der Aepfelwein und Birnwein enthält gar kein Bitartrat, ihr Kali ist vielmehr darin als Malat und Acetat enthalten.

Man operirt wie folgt:

1) 100 Grm. filtrirten Wein verdunstet man zum Extract, behandelt dasselbe nach dem Erkalten mit einer kalt gesättigten Lösung von Weinstein, sammelt den rückständigen Weinstein auf einem tarirten Filter, trocknet bei 100° und wiegt.

2) Man operirt wie in 1) nur mit dem Unterschiede, daß man dem Weine vorher 1 Grm. trockenes doppeltweinsteinsaures Natron zusetzt.

Das erste Gewicht gibt den präexistirenden Weinstein, das zweite sämmtliches im Weine enthaltene Kali. Ist der Wein rein, so darf das zweite Gewicht sich nicht bis zum doppelten des ersten erheben.

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