Titel: Behandlung von Cloakenwässern.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1874, Band 214 (S. 424)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj214/ar214mi05_13

Behandlung von Cloakenwässern.

General Scott hat sich am 14. Januar 1873 folgendes Verfahren patentiren lassen. Den in einer Kufe angesammelten Wässern wird Aetzkalk im Ueberschuß zugesetzt, die klare überstehende Flüssigkeit von dem Niederschlage abgezogen und derselben in einer zweiten Kufe Eisen- oder Thonerdesalze zugefügt, welche Salze durch den in dem geklärten Abflußwasser gegenwärtigen Kalk in ihre Hydrate übergeführt werden. Der Niederschlag in der ersten Kufe, welche die in dem Rohwasser suspendirt gewesenen mineralischen und organischen Substanzen enthält, und theilweise auch einige vorher gelöst gewesene Stoffe, kann in Cement oder in Filterkohle verwandelt werden. Das Präcipitat in der zweiten Kufe liefert nach dem Calciniren nützlich verwendbare Metalloxyde. Das aus der zweiten Kufe abfließende Wasser ist rein genug, um in einen größeren Strom geleitet werden zu können, und vermag, wenn es vorher durch die aus der ersten Kufe gewonnene Kohle filtrirt wird, selbst in kleinere Flüsse ohne Schaden zu laufen.

Nach dem englischen Patente von Robey (20. Januar 1873) wird der Niederschlag, der sich auf Zusatz von Thon in Cloakenwässern bildet, getrocknet, verkohlt und zum Filtriren der Abflußwässer benützt.

Jacobsen (englisches Patent vom 23. Januar 1873) schlägt vor, derartige Wässer mit der Lösung eines Phosphates in Schwefelsäure zu fällen und den Absatz als Dünger zu verwerthen. (Vergl. dies Journal, 1874 Bd. CCXI S. 215.)

F.

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