Titel: Abhängigkeit der Induction von der Natur des primären Leiters.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1874, Band 214 (S. 424–425)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj214/ar214mi05_14
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Abhängigkeit der Induction von der Natur des primären Leiters.

Als Resultate seiner mannigfach modificirten Versuche stellt E. Villari folgende Sätze hin: 1) Das Eisen bietet dem unterbrochenen elektrischen Strome, und mehr noch dem umgekehrten, einen größeren Widerstand als dem continuirlichen. 2) Die Dauer des veränderlichen Zustandes des Stromes im Eisen ist größer als im Kupfer und namentlich, wenn es vom Strome in entgegengesetzter Richtung durchflössen wird. 3) In Folge dieser Vergrößerung der Dauer des veränderlichen Zustandes ist der Inductionsstrom eines durch Eisen gehenden Stromes unter sonst gleichen Bedingungen von geringerer Spannung als der, welcher von einem nur durch Kupfer gehenden Strome inducirt wird. 4) Die Spannung des Stromes, welcher von Kupfer auf Eisen inducirt wird, ist ebenfalls eine geringere als die des von Kupfer auf Kupfer inducirten. Diese Erscheinungen beziehen sich auf den durch Schließen inducirten Strom, und sind ausgesprochener, wenn der primäre Strom sich jedes Mal umkehrt. 5) Die Wirkung des Eisens nimmt zu mit der Länge der Drähte; sie steigt mit der Intensität des Stromes bis zu einer bestimmten Grenze, die ungefähr zusammenfällt mit dem Maximum des Magnetismus des Eisens, und ist fast unabhängig von der Dicke der Drähte. 6) Die Spannung des Oeffnungsstromes ist größer zwischen Kreisen, die ganz aus Kupfer, als zwischen Kreisen, die theilweise aus Eisen sind. 7) All diese Thatsachen rühren her von der Entstehung des transversalen Magnetismus im Eisen, der hervorgebracht wird durch den Strom, welcher dasselbe durchfließt, wodurch das Sicherstellen des elektrischen Stromes, welcher in dasselbe eintritt, verzögert wird. (Il nuovo Cimento: ser. 2, t. XI p. 201; Naturforscher, 1874 S. 400.)

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