Titel: Galvanische Batterien mit Salmiaklösung.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1874, Band 214 (S. 497)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj214/ar214mi06_08

Galvanische Batterien mit Salmiaklösung.

1) Ein Kupferbecher, mit verdünnter Schwefelsäure gefüllt, nimmt die gewöhnliche poröse Zelle auf, und diese wird mit einer starken Lösung von Salmiak in Wasser angefüllt, in welche das amalgamirte Zink kommt. Die durch die Zelle dringende Schwefelsäure zersetzt das Salmiak, die freiwerdende Salzsäure greift das schon oxydirte Zink an, unter Bildung von Zinkchlorid und Wasser.

2) In eine etwa 150 Mm. weite und 250 Mm. hohe Flasche kommt eine Kohlenplatte, in einem nicht geölten Ledersacke; letzterer wird dicht mit Mangansuperoxyd umfüllt; dann wird in die Flasche eine starke Salmiaklösung gegossen, welcher einige Tropfen Salzsäure zugesetzt sind; eine ebenso große Platte von amalgamirtem Zink wird neben die Kohlenplatte gestellt. Die Wirkung in dieser als sehr constant und kräftig gerühmten Batterie ähnelt jener in der vorigen.

3) In einen Kupferbecher wird eine mit einer starken wässerigen Salmiaklösung gefüllte poröse Zelle und eine (amalgamirte) Zinkplatte gebracht; der äußere Raum wird mit Regenwasser gefüllt, in welches um die poröse Zelle eine Anzahl Streichhölzchen gethan werden. Diese Batterie ist einfach, aber kräftig. Die Streichhölzchen liefern Ozon, welchem die Wirkung zuzuschreiben ist. (Scientific American, October 1874, S. 277.)

E–e.

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