Titel: Ueber einige japanesische Legirungen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1875, Band 215 (S. 93–94)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj215/ar215mi01_08

Ueber einige japanesische Legirungen.

S. Kalischer hat Analysen von vier japanischen Metallen folgender Zusammensetzung ausgeführt:

I. II.
Gold 4,16 Proc. 0,12 Proc.
Silber 0,08 48,93
Kupfer 95,77 51,10
––––––––––– –––––––––––
100,01 Proc. 100,15 Proc.
III. IV.
Zinn 4,38 Proc. 4,36 Proc.
Blei 11,88 12,29
Kupfer 76,60 76,53
Zink 6,53 6,58
Eisen 0,47 0,33
–––––––––– ––––––––––––
99,86 Proc. 100,09 Proc.

Die goldreiche Legirung (I) hat eine hellrothe Farbe mit einer bläulichschwarzen, glänzenden Patina auf einer Seite der Oberfläche. Die silberreiche (II) ist von grauer, fast silberweißer Farbe, mit einem leisen Stich ins Gelbe. Die beiden letzteren endlich (III und IV), welche in der Farbe unserem Messing ähnlich sehen, haben sich, wie aus den vorstehenden Zahlen ersichtlich, als identisch erwiesen und repräsentiren eine eigenthümliche Bronzeart. Sie gleichen auch äußerlich einander vollständig bis |94| auf einen feinen Ueberzug der einen dieser beiden Bronzen auf einer Seite der Oberfläche, dessen Farbe einen etwas matteren Ton hat als die des Metalles selbst. Sie unterscheiden sich von unseren Bronzen namentlich durch den hohen Bleigehalt, auch der Gehalt an Zink ist in letzteren gewöhnlich bei weitem geringer und wird nur selten höher angetroffen. (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1874 S. 1113; vergl. dies Journal, 1867 183 289. 1874 213 358 447.)

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