Titel: Burfitt's Mittel gegen Kesselstein.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1875, Band 215 (S. 183)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj215/ar215mi02_01

Burfitt's Mittel gegen Kesselstein.

Diese in England patentirte neue Composition soll nach Angabe der Eigenthümer der Erfindung (Creßwell und Comp. in London, 138 Leadenhall-Street) allgemein als die einzige Erfindung erkannt worden sein, welche mit vollständigem Erfolge in jeder Art von Kesseln wirkt, wie auch die Beschaffenheit des angewendeten Wassers sein mag. Der Zweck dieser Composition ist nicht Salze oder andere Stoffe im Wasser aufzulösen, sondern eine fettende Wirkung auf die Metalle auszuüben, welche angeblich jedes Ansetzen der Absonderungen gänzlich verhindert. Selbst auf schon vorhandene Absonderungen soll die Wirkung sicher und unwiderstehlich sein. Die Composition kommt im festen, flüssigen und teigförmigen Zustande in den Handel; erstere ist nur für Landkessel, die flüssige für Seekessel anzuwenden. – Nach der Patent-Specification (vom 13. Februar 1873) besteht die feste Masse aus: 1 Th. Galläpfel, australische Rinde und irländisches Moos mit 1/4 Th. Leim; die teigförmige und flüssige enthält noch 1/4 Th. Soda und die entsprechende Menge Wasser.

Von dem hannoverschen Agenten bezogene feste Composition bildet unregelmäßige, dunkelbraune, spröde Stücke. Beim Kochen mit Wasser gibt sie eine sehr zähe Masse, welche sich fest an die Gefäßwandungen anlegt. Ein Versuch mit dieser Composition in dem Kessel einer hiesigen Fabrik hat, wie vorauszusehen war, ein sehr ungünstiges Resultat ergeben. Der Kessel war im hohen Grade verschmiert und der gebildete Kesselstein viel schwieriger zu entfernen, als dieses ohne Anwendung des Mittels der Fall gewesen war. Die Anwendung desselben kann daher nicht empfohlen werden.

F.

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