Titel: Die Anwendbarkeit der Eggertz'schen Kohlenstoffprobe zur Stahlsortirung; von Fritz v. Ehrenwerth.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1875, Band 215 (S. 184)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj215/ar215mi02_03

Die Anwendbarkeit der Eggertz'schen Kohlenstoffprobe zur Stahlsortirung; von Fritz v. Ehrenwerth.

Aus vielen Analysen und Untersuchungen stellte sich heraus, daß im Bessemerstahl, welcher aus siliciumreichem Roheisen erblasen, bemerkenswerthe und verhältnißmäßig um so größere Mengen Silicium enthalten seien, je härter im Allgemeinen der Stahl ist. Nur bei den weichsten Qualitäten verschwindet das Silicium, und mit ihm meist auch das Mangan zum größten Theile oder ganz. Zur Sortirung dieser Qualitäten also mag die Eggertz-Probe (beschrieben 1869 194 116) hingehen.

Bei härteren Stahlsorten dagegen, wo der Siliciumgehalt einen dem höheren Aequivalente entsprechenden, oft bedeutenderen Einfluß auf die Härte ausübt als der Kohlenstoff, kann die Anwendung der Eggertz-Probe nur zu Irrthümern und Unrichtigkeiten in der Sortirung führen, man müßte denn mit Sicherheit den Gehalt an Silicium und Mangan als constant voraussetzen dürfen, oder ihn zu ermitteln und durch Aufstellung einer combinirten Scale zu berücksichtigen in der Lage sein.

Dadurch verliert die Eggertz-Probe aber nichts an Werth und bequemer Anwendbarkeit, so lange es sich lediglich um Kohlenstoffbestimmungen oder um die Sortirung von Stahlsorten handelt, in denen ein Gehalt von Silicium nicht vorkommt. (Nach der Zeitschrift des berg- und hüttenmännischen Vereines für Kärnten, 1874 S. 359.)

r.

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