Titel: Ueber die quantitative Bestimmung des Wassers.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1875, Band 215 (S. 282–283)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj215/ar215mi03_05

Ueber die quantitative Bestimmung des Wassers.

Laspeyres zeigt (Journal für praktische Chemie, 1875 Bd. 11 S. 36), daß die bisherige Methode, das Wasser direct quantitativ zu bestimmen, immer nur annähernde |283| Resultate gibt, selbst wenn sonst alle Bedingungen bei der Ausführung der Bestimmung vollständig erfüllt sind. Besser ist die indirecte, d.h. die Bestimmung des Glühverlustes, wenn man sich überzeugt hat, daß die Substanz dabei keine Spur anderer Stoffe verliert oder aus der Luft aufnimmt.

Pettenkofer (Zeitschrift für analytische Chemie, Bd. 1 S. 488) und Fresenius (daselbst, Bd. 4 S. 177) zeigten, daß die wasseranziehende Kraft jeder folgenden Substanz die der voraufgehenden übertrifft: Gebrannter Kalk, wasserfreier Kupfervitriol, Chlorcalcium, concentrirte Schwefelsäure, wasserfreie Phosphorsäure.

Für ganz genaue directe Wasserbestimmungen ergaben sich aus den mitgetheilten Versuchen folgende Regeln:

1. Länge und Weite des Trockenrohres müssen genügen, den Luftstrom hinreichend zu trocknen.

2. Das zur Absorption verwendete Chlorcalcium wird bei 150 bis 200° gut getrocknet; nach der Füllung läßt man die Rohre einige Zeit unter sich communiciren.

3. Durch eine Versuchsreihe ist der an dem Apparate haftende Fehler zu ermitteln; es ist also zu bestimmen, wie groß die Gewichtszunahme (z) des Absorptionsrohres ist, wenn durch dasselbe in (x) Stunden (y) Liter Luft durchstreichen. Der Durchschnitt der mitgetheilten Versuche ergab für x = 3, y = 4 und z = 0,0006 Grm.

4. Alle Wägungen des gut verschlossenen Chlorcalciumrohres sind möglichst rasch auszuführen.

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