Titel: Zur Bereitung des Knochenleimes.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1875, Band 215 (S. 284)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj215/ar215mi03_08

Zur Bereitung des Knochenleimes.

In den meisten Knochenproductfabriken werden die Knochen in möglichst schwefelsäurefreie, verdünnte Salzsäure von 6° B. gebracht, bis sie genügend weich geworden sind, völlig ausgewaschen und der Leim unter geringem Dampfdruck als dickflüssige Gallerte gewonnen. Wehle (Kohlrausch's Organ für Rübenzucker, 1874 S. 750) schlägt vor, die bisher ungenügend verwerthete saure Flüssigkeit mit Kalkmilch zu fällen. Der lufttrockene Niederschlag bestand aus:

Wasser 20,44 Proc.
Organische Stoffe 9,12 „
Silicate 0,72 „
Chlorcalcium 16,36 „
Dreibasischphosphorsaurer Kalk 52,09 „
–––––––––
99,23 Proc.
Der Stickstoffgehalt schwankte zwischen 2,1 und 2,4 Proc.

Der Niederschlag ist demnach ein sehr gutes Düngemittel. – Dies Verfahren wurde übrigens schon im J. 1856 angewendet. (Vergl. 1856 141 467.)

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