Titel: Holzconservirung.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1875, Band 215 (S. 471–472)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj215/ar215mi05_06

Holzconservirung.

Nach dem englischen Patent von Lyttle (21. April 1873) werden die als Träger von Telegraphendrähten, Eisenbahnsignalen und dergl. dienenden Holzstämme längere |472| Zeit in Theeröl, dem etwas Schwefel zugesetzt worden ist, gekocht und bis zum Erkalten darin gelassen. Nach dieser Präparation überlegt man die Außenseiten mit starkem, mittels Theer wasserdicht gemachtem Papier. (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1875 S. 173.)

Nach Brown's Patent (20. Juni 1873) wird das zu behandelnde Holz, Eisenbahnschwellen und dergleichen in einen eisernen Cylinder gebracht und aus diesem dann die Luft wiederholt ausgepumpt. Mit diesem Cylinder steht ein zweiter, mit einem aus Kreide und Wasser angemachten Brei gefüllt, in Verbindung; während der erste Cylinder ausgepumpt wird, ist der zweite abgesperrt; aber der Sperrhahn wird geöffnet, sobald im ersten Cylinder ein Vacuum geschaffen worden ist. Man kann auf diese Weise die Poren des Holzes mit fein geschlämmter Kreide ausfüllen (?).

Nach Hatzfeld's englischem Patent (12. Juli 1873) wird das Holz erst in Galläpfelabsud und nachher in Eisenvitriollösung gekocht (vergl. 1873 210 77).

Blythe (englisches Patent vom 22. October 1873) unterwirft frisches Holz der Wirkung von Wasser- und Kohlenwasserstoffdämpfen in geschlossenen Cylindern unter einem Druck von mehreren Atmosphären. Frisch gefällte Baumstämme sollen so in zwei Tagen in vortreffliches Bau- und Tischlerholz übergeführt werden können.

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