Titel: Ricinus-Preßkuchen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1875, Band 215 (S. 475)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj215/ar215mi05_14

Ricinus-Preßkuchen.

In der letzten Sitzung der landwirtschaftlichen Akademie zu Turin wurde (nach der Pharmaceutischen Zeitung) vom Apotheker Mossa eine Abhandlung vorgelesen über die befruchtenden und zugleich toxischen Eigenschaften des Preßrückstandes des Ricinussamen, und er empfiehlt ihn deshalb zur Zerstörung der Phylloxera vastatrix. Er erinnert daran, daß man ihn in Italien aufs Feld vertheilt, um die Feldmäuse zu tödten, und daß man ihn in Mittelitalien schon seit langen Zeiten als Dünger verwendet, um gewisse Insecten zu zerstören, welche dem Hanfe schädlich sind. Er empfiehlt deshalb einen ausgedehnteren Anbau der Ricinuspflanze, um unter der Gewinnung des Oeles den Preßrückstand erstens als Dünger zu verwerthen, zweitens die Insecten zu tödten, besonders auch die Doriphora decemlineata der Kartoffeln. – Bezüglich der Wirkung von Ricinus-Preßrückständen vergleiche die Notiz über gefälschtes Leinmehl, 1874 212 529.

R.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: