Titel: Neueste Rotationspumpe.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1875, Band 215 (S. 563)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj215/ar215mi06_03

Neueste Rotationspumpe.

Man denke sich ein Rohr um eine horizontale Achse in spiralförmig zu- und dann wieder abnehmenden Windungen gewunden, die beiden Enden in der Achse gerade ausgestreckt und in zwei hohlen Ständern gelagert, durch welche sie mit der Saugleitung communiciren. Die in den Ständern lagernden beiden Rohrenden sind mit nach innen öffnenden Klappen verschlossen; zwischen den Ständern befindet sich auf jeder Seite in dem horizontalen Theile des Rohres eine nach außen öffnende Klappe; die Spiralwindungen selbst sind zum Theile mit Quecksilber gefüllt. Wenn sich nun das durch eine Riemenscheibe angetriebene Spiralrohr im Sinne der Windungen nach rechts dreht, wird sich auch das Quecksilber im selben Sinne nach der betreffenden Seite hinausschrauben, hinter sich ein Vacuum und vor sich einen entsprechenden Ueberdruck schaffen. Dadurch wird die rückwärtige Saugklappe geöffnet und durch den Ständer die anzusaugende Flüssigkeit – Wasser oder Luft – eingelassen; vor dem Quecksilber aber öffnet sich die Austrittsklappe und entläßt das früher angesaugte Wasser (resp. Luft).

Hat das Quecksilber seinen Weg nach der einen Richtung zurückgelegt, so reversirt die Bewegung; es wird nun durch den zweiten Ständer angesaugt und das vorher angesaugte Wasser durch die entgegengesetzt liegende Austrittsklappe ausgepreßt. Auf diese Weise läßt sich eine continuirliche Wirkung erzielen. Patentirt in Amerika (nach Mittheilung des Scientific American, Februar 1875 S. 118) von Daniel L. Cameron Madison Station (Miss.).

Fr.

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