Titel: Untersuchung der Trockenschmiere Metaline; von Bogdan Hoff.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1875, Band 215 (S. 564–565)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj215/ar215mi06_07

Untersuchung der Trockenschmiere Metaline; von Bogdan Hoff.

Verfasser hatte während seines Aufenthaltes in London Gelegenheit, die betreffende Compagnie in High-Holborn zu besuchen und die günstige Wirkung des sogenannten Metaline (vergl. 1870 196 580) als trockenes Schmiermaterial kennen zu lernen. Um die Reibung auf ein Minimum zu reduciren, wird auf die Bearbeitung der Zapfen und Lager die größte Sorgfalt verwendet, so daß beide Theile in einer möglichst rollendeten Rundung und spiegelblank in Berührung kommen. In diese Lager sind reihenweise in der Richtung der Längsachse in einer Entfernung von 2 1/2 bis 3 Cm. und in einer Tiefe von 3 Mm. Löcher gebohrt, welche dann mit Metaline ausgefüllt werden; dies bildet die ganze Schmierarmirung des Zapfenlagers.

Das Metaline bildet eine graphitartige, in der Härte dem Blei nur wenig nachstehende Masse, die beim stärkeren Erhitzen nicht schmilzt, einen theerartigen Geruch aushaucht und nach dem Erkalten ihre ursprüngliche Consistenz nur wenig verändert. Unter dem Mikroskop lassen sich die verschiedenen Körper unterscheiden, nämlich Graphitblättchen, Metallpartikelchen und amorphe weiße Körner. Die mit einem von der |565| Compagnie erhaltenen Stück Metaline vorgenommene Untersuchung, ergab im Mittel folgende Zusammensetzung:

Paraffin 4,98 Proc.
Kohlenstoff 18,89 „
Kieselsäure 6,44 „
Kalk 3,96 „
Magnesia 1,99 „
Eisenoxyd 3,94 „
Thonerde 2,53 „
Blei 32,40 „
Zink 20,07 „
Zinn 1,55 „
Kupfer 2,75 „
Feuchtigkeit 0,51 „
–––––––––––
100,01 Proc.
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