Titel: Constitution des Chlorkalkes; von Dr. Stahlschmidt.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1875, Band 217 (S. 158)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj217/ar217mi02_10

Constitution des Chlorkalkes; von Dr. Stahlschmidt.

Verfasser hat nach vielfachen Versuchen die Ansicht gewonnen, daß der Chlorkalk sich nach folgender Formel bildet:

3 CaH₂O₂ + 4Cl = 2CaHClO₂ + CaCl₂ + 2H₂O.

Derselbe ist danach ein Kalkhydrat, in welchem ein Atom Wasserstoff durch Chlor vertreten ist. Kommt derselbe mit Wasser in Berührung, so zersetzt sich die Verbindung CaHClO₂ in CaCl₂O₂ und CaH₂O₂

2CaHClO₂ = CaH₂O₂ + CaCl₂O₂.

Dadurch erklärt sich auch einfach das Auftreten des Kalkhydrates und ebenso die Thatsache, warum dieses scheinbar in dem Chlorkalke befindliche freie Kalkhydrat durch fernere Einwirkung von Chlor nicht wieder in Chlorkalk überzuführen ist. (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1875 S. 869.)

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