Titel: Kitten von Bernstein; von Ph. Rust.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1875, Band 217 (S. 159–160)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj217/ar217mi02_14

Kitten von Bernstein; von Ph. Rust.

Man bereitet sich eine Lösung von hartem Copal in reinem Aether, so daß diese Lösung etwa die Consistenz des Rizinusöles besitzt. Mit dieser Lösung bestreicht man die sorgfältig gereinigten Bruchflächen beiderseits, bringt sie dann passend auf einander und sucht dieselben etwa durch Umbinden mit einem Faden, einer dünnen Schnur oder irgend eine Pressung nach der entsprechenden Richtung einander möglichst zu nähern und zu vereinigen.

Diese Operationen müssen, da der Aether sehr schnell verdunstet und alsdann der Kitt unwirksam werden würde, möglichst rasch vorgenommen werden, und sind daher selbstverständlich die etwa zum Zusammenpressen nöthigen Vorkehrungen schon vor dem Auftragen der Copallösung zu treffen.

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Der beim Kitten von Pfeifenmundstücken nach innen in die Bohrung austretende Kitt, wodurch diese sonst verengt werden würde, muß sofort, d.h. so lange er noch weich ist, vorsichtig entfernt werden, wozu man sich einer schlanken Feder bedienen kann.

Nach einigen Tagen ist der Aether verdunstet und die Kittung haltbar. (Nach dem bayerischen Industrie- und Gewerbeblatt, 1875 S. 127.)

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