Titel: Regulator von Friedr. v. Hefner-Alteneck.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1875, Band 217 (S. 248–249)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj217/ar217mi03_02

Regulator von Friedr. v. Hefner-Alteneck.

Eine interessante Verbesserung der Schwungkugel-Regulatoren wurde von Friedr. v. Hefner-Alteneck im Verein zur Beförderung des Gewerbfleißes in Berlin vorgeschlagen und in dem Sitzungsprotokoll vom 3. Mai 1875 dieses Vereins publicirt. Der Vortragende constatirte, daß die beiden Hauptübelstände der gebräuchlichen Regulatoren, die störenden Reibungswiderstände des Stellzeuges und das Beharrungsvermögen der schwingenden Massen, welche beide die Empfindlichkeit im höchsten Grade beeinträchtigen, durch seine ebenso einfache als sinnreiche Vorrichtung behoben weiden können. Dieselbe besteht darin, daß die Nuth der Regulatorhülse, in welche der Hebel |249| des Stellzeuges mit einem runden Stift eingreift, soweit ausgedreht wird, daß der letztere ein mäßiges Spiel hat. In dieser Nuth werden aber eine oder mehrere Verengerungen dadurch gebildet, daß oben und unten kleine Daumenstücke aus hartem Stahl eingesetzt werden, welche an den seitlich aus dem Hebel des Stellzeuges vorstehenden Stift bei jeder Umdrehung einmal anschlagen. Dadurch geben die Kugeln stets einen Theil der angesammelten Kraft durch den Stoß wieder ab, und wird so das aus der Trägheit der schwingenden Massen hervorgehende Schleudern der Kugeln behoben, welches sonst bei längerer Bewegung der Kugeln in einer Richtung (auf- oder abwärts) leicht entsteht. Außerdem aber können sich die Kugeln während des Theiles der Umdrehung, bei welchem die Hülse frei über dem Hebel des Stellzeuges spielt, genau auf die momentan herrschende Geschwindigkeit einstellen und sind dann im Stande, durch den Einfluß der angesammelten Kraft den Hebel auf die entsprechende Stellung emporzuheben (resp. herabzudrücken), sobald die Daumen der Hülse an denselben anschlagen. Dadurch findet, wie auch an einem vom Erfinder gezeigten Modelle ersichtlich war, eine wesentliche Erhöhung der Empfindlichkeit statt.

R.

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