Titel: Ueber Trocknen von Holzkohlen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1875, Band 217 (S. 340)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj217/ar217mi04_07

Ueber Trocknen von Holzkohlen.

Nasse Holzkohlen werden zu Dalkarlshütte in Schweden in einem ca. 90m langen, 3m hohen und 2m,1 breiten Tunnel getrocknet, ehe sie in den Hohofen kommen. Der Tunnel steigt nach dem Hohofen zu an und faßt 16 bis 17 Kohlenwagen, deren jeder 6 Körbe mit je 4t Kohlen enthält. Die Wagen werden durch ein Seil ohne Ende auf Schienen durch den Tunnel geführt.

Der trocknende Luftstrom wird durch 2 Ventilatoren durch den Tunnel geleitet; der eine mit 1m,20 Durchmesser und 800 Umdrehungen pro Minute steht am oberen Tunnelende und bläst die Luft hinein, während der andere Ventilator von 1m,25 Durchmesser mit 800 Spielen am unteren Ende steht und die Luft ansaugt. Diesen Luftstrom zwingt man durch einfache Anordnungen den Tunnel wogenförmig zu durchlaufen, wodurch die Einwirkung auf die Kohlenkörbe möglichst stark wird.

Von dem oberen Ventilator gehen Canäle in die im Verhältniß zu ihrer Breite niedrigen Kammern, welche über den Roheisencoquillen und den sich abkühlenden Ofenschlacken aufgemauert sind. Aus diesen Kammern saugt der obere Ventilator die nöthige Luft an, die von Roheisen und Schlacken erwärmt wird, ehe sie in den Tunnel gelangt. Die 380 bis 400t Kohlen, welche sich im Tunnel befinden, werden allmälig gegen den Luftstrom gezogen, so daß jeder Korb demselben 24 Stunden ausgesetzt bleibt. Diese Anlage bewährt sich gut, doch liegen bestimmte Zahlenresultate noch nicht vor. (Aus Jern Kont.-Aun. 1875 durch die berg- und hüttenmännische Zeitung, 1875 S. 114.)

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