Titel: Untersuchung von türkischrothgefärbter Baumwolle; von E. Kopp.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1875, Band 217 (S. 343)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj217/ar217mi04_13

Untersuchung von türkischrothgefärbter Baumwolle; von E. Kopp.

Eine Analyse der Beizen, welche auf türkischrothgefärbten Zeugen, sowohl geschönten als nicht geschönten sich befanden, ergab in beiden Fällen das Resultat, daß außer Thonerde auch Kalk und Kieselsäure vorhanden waren und zwar AlO₃ und CaO im Verhältniß von AlO₃ + 2CaO. Im geschönten Zeug hat E. Kopp überdies Zinnoxyd nachgewiesen, obgleich in geringer Quantität, d.h. in dem Verhältniß von 1SnO₂ auf 5AlO₃ und 10CaO. Er fügt schließlich hinzu, daß die Zeuge aus der bekannten Fabrik von S. Jenny in Hard bei Bregenz stammten. (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1875 S. 980). Die Untersuchung ist einerseits eine Ergänzung der Analysen Rosenstiehl's (1875 216 447) von Krapproth auf nicht geölter Baumwolle; andererseits überrascht sie durch das unverhoffte Auftreten der Kieselsäure, da die sonst in den Druckereien so beliebte Anwendung von kieselsaurem Natron zu Abzugs- und Fixationsbädern wohl in keiner Türkischrothfärberei üblich ist. Es scheint vielmehr dieser Kieselsäuregehalt des Türkischroths mehr localer und zufälliger Natur zu sein und vermuthlich auf der Verunreinigung der bei der Fabrikation verwendeten Droguen durch Kieselsäure zu beruhen.

Kl.

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