Titel: Verfälschung von Nahrungsmitteln.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1875, Band 217 (S. 431–432)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj217/ar217mi05_09

Verfälschung von Nahrungsmitteln.

Nach der Society of Public Analysts sind Nahrungsmittel und Getränke dann als verfälscht anzusehen:

  • 1. Wenn dieselben irgend welche Stoffe enthalten, deren Genuß gesundheitsschädlich ist.
  • 2. Wenn dieselben irgendwie Substanzen enthalten, welche das Gewicht, den Umfang oder die Stärke merklich erhöhen oder ihnen einen fictiven Werth geben, es sei denn, der Zusatz wäre zur Darstellung oder Erhaltung des Artikels unerläßlich nothwendig oder das Vorhandensein desselben sei beim Verkauf bekannt.
  • 3. Wenn irgend ein wichtiger Bestandtheil ganz oder theilweise fehlt, und dieser Umstand beim Verkaufe nicht bekannt ist.
  • 4. Wenn der Artikel eine Nachahmung ist oder unter dem Namen eines anderen Artikels verkauft wird.

Als Mimmalgehalte sind folgende angenommen.

Milch soll nicht weniger als 9 Gew. Proc. festen Rückstand, ohne Fett, enthalten und mindestens 2,5 Proc. Butterfett.

Abgerahmte Milch soll wenigstens 9 Gew. Proc. festen Rückstand geben, ohne Fett.

Butter darf nicht weniger als 80 Proc. Butterfett enthalten.

Thee, bei 100° getrocknet, darf höchstens 8 Proc. Asche geben, von welcher 3 Proc. in Wasser löslich sein müssen; Verkaufsthee soll 30 Proc. Extract geben.

Cacao muß 20 Proc. Fett und

Essig mindestens 3 Proc. Essigsäure enthalten.

(Nach der Medical Times and Gazette vom 13. Februar 1875.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: