Titel: Neues Verfahren, jede Spur Gold und Silber aus der bei der galvanischen Vergoldung und Versilberung der Metalle unbrauchbar gewordenen Flüssigkeit wieder zu gewinnen; von Prof. Böttger.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1875, Band 217 (S. 516)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj217/ar217mi06_09

Neues Verfahren, jede Spur Gold und Silber aus der bei der galvanischen Vergoldung und Versilberung der Metalle unbrauchbar gewordenen Flüssigkeit wieder zu gewinnen; von Prof. Böttger.

Man bringt die goldarmen Flüssigkeiten in Porzellangefäßen zum Sieden, versetzt sie dann mit einer Lösung von Zinnoxydulnatron, und erhält sie so lange im Sieden, bis alles Gold, in Verbindung mit Zinn, als ein feiner, intensiv schwarz gefärbter Niederschlag sich ausgeschieden hat. Dieser Niederschlag wird nun etwas ausgesüßt und dann in Königswasser gelöst. Die hierbei resultirende Flüssigkeit besteht aus einem Gemisch von Goldchlorid und Zinnchlorid; dampft man diese vorsichtig etwas ab, verdünnt sie mit destillirtem Wasser und versetzt sie mit einer hinreichenden Quantität von weinsaurem Kali-Natron und erwärmt das Ganze, dann scheidet sich jede Spur Gold in Gestalt eines sehr zarten bräunlichgelben Pulvers ab, während das Zinn gelöst bleibt. Bei silberhaltigen Cyanverbindungen reicht schon das bloße anhaltende Sieden unter Zusatz von Zinnoxydulnatron hin, um jede Spur Silber daraus abzuscheiden. (Polytechnisches Notizblatt, 1875 S. 260.)

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