Titel: Analysen japanesischer Bronzen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1875, Band 218/Miszelle 3 (S. 274–275)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj218/mi218mi03_3

Analysen japanesischer Bronzen.

Maumené hatte Gelegenheit, Bronzen aus Japan zu untersuchen, die aus öffentlichen Denkmälern, Tempeln und Gebäuden stammten, welche sehr kostbar ausgestattet waren, in den letzten Religionskämpfen aber zerstört wurden. Die Analyse derselben ergab folgendes Resultat.

I II III IV
Kupfer 86,38 80,91 88,70 92,07
Zinn 1,94 7,55 2,58 1,04
Antimon 1,61 0,44 0,10
Blei 5,68 5,33 3,54
Zink 3,36 3,08 3,71 2,65
Eisen 0,67 1,43 1,07 3,64
Mangan Spuren
Kieselsäure 0,10 0,16 0,09 0,04
Schwefel 0,31
Verlust 0,26 0,79 0,21 0,56
–––––––––––––––––––––––––––––––
100,00 100,00 100,00 100,00.

Sie zeigen eine körnige Textur, gegen die innere Seite blasig, eben auf der äußeren Seite. Sie sind nur 5 bis 12mm dick gegossen, die Formen gut ausgefüllt.

|275|

Die Analysen ergeben, daß diese Legirungen nicht aus reinen Metallen hergestellt sind, sondern direct aus den Mineralien, vielleicht aus Kupferkies und antimonhaltigem Bleiglanz, gemischt mit Blende. Daß die Röstung der Erze nicht immer vollständig war, zeigt der Gehalt an Schwefel in Probe II. (Comptes rendus, 1875 t. 80 p. 1009.)

F.

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