Titel: Ventilspund für Lagerfässer.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1876, Band 220 (S. 220–221)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj220/ar220065

 Ventilspund für Lagerfässer.

Mit Abbildungen auf Taf. IV [d/3].

Der von der Maschinenbaugesellschaft in Chemnitz patentirte und in Fig. 20 und 21 dargestellte Ventilspund (Bayerisches Industrie- und Gewerbeblatt, 1876 S. 19) besteht aus zwei getrennten Theilen A und B; der erstere A hat die Form eines Flanschenringes von 150mm Durchmesser und 62mm innerer Oeffnung, welche zur Aufnahme des eigentlichen Spundes B dient. Der Theil A ist von Eisen und wird in das Holz des Spundstabes vom Lagerfaß versenkt und an demselben mittels sechs Holzschrauben befestigt. Der Mitteltheil desselben ist in der innern Rundung conisch geformt und enthält zwischen dieser und der äußern Wandstärke in der Mitte einen hohlen Raum, welcher zur Aufnahme der am Spund befindlichen Rippen b dient; letztere werden beim Gebrauch in den drei Schlitzen d versenkt und bewirken durch eine leichte Drehung einen dreifachen (sogen. Bayonett-) Verschluß.

Der Ventilspund B ist ein hahnförmiger, hohler Cylinder von Messing, der unten conisch ausläuft und die Einsatzrippen b trägt; in der Mitte ist er mit einem Ventilsitz e e versehen, welcher mittels eines Kegels f geschlossen wird, der an einer mit Schraubenspindel versehenen, durch den Verschlußdeckel gehenden Stange befestigt ist und durch Drehung des Handrades k gestellt wird. Ueber dem Ventilsitz ist seitlich das Hähnchen c angebracht, welches zum Entlassen der Kohlensäure dient, |221| und an dem behufs vergleichender Controle zur Prüfung der vorhandenen Kohlensäure ein Manometer angeschraubt werden kann.

Beim Gebrauch wird der Ventilspund einfach mittels der Rippen b in die Oeffnungen d des am Fasse befestigten Ringes A eingelassen, um eine Drittelwendung gedreht und hiermit durch das Andichten der schrägen innern Flächen p ein Verschluß der solidesten Art bewirkt, wodurch außerdem ein Anzug des untern conischen Theiles bei x x erfolgt.

Der Spund gestattet eine leichte vollkommene Reinigung aller seiner Theile und läßt sich rasch befestigen.

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