Titel: Ueber die praktische Anwendung des elektrischen Lichtes.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1876, Band 220 (S. 468–473)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj220/ar220119

 Ueber die praktische Anwendung des elektrischen Lichtes.

Die elektrische Beleuchtung von Fabriken, Werkstätten und überhaupt größern Räumen in Gebäuden, ebenso von Höfen, Plätzen und Straßen scheint in Frankreich mehr und mehr in Aufnahme zu kommen, und es wird schon in französischen technischen Journalen von der Wahrscheinlichkeit gesprochen, daß in nicht ferner Zukunft diese Art der Beleuchtung für größere Etablissements den Vorzug vor jeder andern Art erhalten wird.

Der hauptsächliche Vorzug der elektrischen Beleuchtung beruht in der Herstellung einer weit verbreiteten Helligkeit von einer Lichtquelle aus, welche sich leicht überwachen läßt. Auch was den Kostenpunkt betrifft, so scheint der Vortheil auf Seiten des elektrischen Lichtes zu liegen; doch dürfte gerade dieser Punkt wohl erst in zweiter Linie in Frage kommen, indem in Folge der hellen Beleuchtung die Arbeiter nicht Wie bei anderm weniger hellen und bequemen Lichte in ihrer Hantirung gehindert werden, vielmehr in der Nacht die Arbeiten so rasch und ungehindert als wie bei Tageslicht ausgeführt werden können. In manchen Fällen dürfte die Eigenthümlichkeit des elektrischen Lichtes, die Farben unverändert zu lassen, von besonderm Werthe sein, und ferner wird die Gefahr einer Feuersbrunst durch die Lichtquelle völlig beseitigt; auch fällt das Anräuchern der Wände und Decken weg. Ueberhaupt haben |469| die bis jetzt mit der elektrischen Beleuchtung gewonnenen Erfahrungen gezeigt, daß dieses Licht ein ganz vorzügliches ist.

Zur Erzeugung des elektrischen Lichtes dient in Frankreich die bekannte elektromagnetische Maschine von Gramme. Als Lichtregulatoren benützt man hierbei sehr häufig den von Serrin construirten.

Die Kohlenstäbchen, zwischen denen der voltaische Bogen entsteht, sind aus der graphitartigen Incrustirung der Leuchtgasretorten hergestellt. Die Aufstellung einer ganzen Reihe von Apparaten erfordert nur wenige Stunden, und nach einer Einübung von zwei bis drei Tagen kann ein Arbeiter die Lampen und die Maschine regelrecht besorgen. Kein Theil des Mechanismus kann in Unordnung kommen und versagen; seit drei und mehr Monaten sind über dreißig solcher Apparate in Betrieb Und keiner hat noch die geringsten Reparaturkosten beansprucht.

Bei Vergleichung der Kosten der elektrischen Beleuchtung und der Gasbeleuchtung diene als Maßeinheit für das Licht die Carcellampe. Eine Carcellampe der gewöhnlichen Art, mit einer Flamme von 35mm Höhe und einem Oelverbrauch von 42g pro Stunde, liefert dasselbe Licht wie 7 Stearinkerzen, von denen jede stündlich 10g verbrennt, oder wie 105l Gas (durchschnittlich), das durch einen gewöhnlichen Brenner verbrannt wird.

Bei Anwendung der elektrischen Beleuchtung können zwei Fälle stattfinden: es ist schon ein Motor vorhanden, womit die Gramme'sche Maschine leicht in Gang zu setzen ist, oder man muß einen besondern Motor für die elektrischen Apparate aufstellen. Der erste Fall ist bezüglich industrieller Etablissements der allgemeine und deshalb dieser hauptsächlich in Betracht zu ziehen.

Für eine Production von 100 Carcellampen braucht man eine Kraft ven 80mk im laufenden Betrieb; aber bei dem Anzünden, wo die Kohlenspitzen noch nicht ihre normale Beschaffenheit erlangt haben, ist für einige Minuten Dauer der Kraftverbrauch viel bedeutender. Man kann hierfür sehr gut 200mk rechnen. Im Durchschnitt beträgt der totale Arbeitsaufwand für einen Brenner nicht über 1mk. Es soll hier 1mk für den Brenner der Bequemlichkeit im Rechnen halber angenommen werden, obschon diese Ziffer zu hoch ist, wie aus Versuchen, die von Tresca angestellt wurden, hervorgeht. Wir werden diese Versuche ausführlich behandeln. Die Kohlenstäbchen kosten gegenwärtig, bei jedem Querschnitt, pro Meter Länge in Paris 1,06 Franken; aber es ist nicht zu zweifeln, daß dieser Preis noch beträchtlich herabgehen wird, sobald man die Herstellung derselben anstatt mit der Hand durch Maschinen betreiben wird, oder indem man anstatt der Incrustirung der Gasretorten ein künstliches Kohlengemisch dazu verwendet. Wenn die Dimensionen der metallischen Leiter, welche die Maschinen mit den Lampen verbinden, gut berechnet worden sind, und sobald die Geschwindigkeit der Maschine sehr regelmäßig ist, verbraucht man stündlich 60mm Kohlenstäbchen von quadratischem Querschnitt mit 9mm Seitenlänge. Mit Hinzurechnung des Abfalles ist im Maximum ein Verbrauch von 80mm Kohlenstäbchen für jede Lampe stündlich anzunehmen. Ferner hat sich bei mehreren Anlagen herausgestellt, daß, wenn vier Maschinen für 100 Brenner durch einen Theil der Betriebskraft einer kräftigen Dampfmaschine betrieben werden, der Brennstoffaufwand 2k pro Pferdekraft und Stunde nicht übersteigt; hiernach entsprechen 11k Kohlen einer Arbeitskraft von 400mk oder 5e,5.

Da ein elektrisches Licht von 400 Carcelbrennern einen stündlichen Aufwand von 0m,32 Kohlenstäbchen zu 1,6 Fr. und 11k Kohlen zu ungefähr 0,03 Fr. pro 1k veranlaßt, so betragen die Totalkosten desselben etwa 0,8 Fr. stündlich. Um dasselbe |470| Licht durch Leuchtgas hervorzubringen (wobei als Maßstab der Gaspreis pro Cubikmeter in Paris angenommen wird), sind aufzuwenden 400 × 0,105 = 42cbm zu 0,3 Fr. also insgesammt 12,6 Fr. Das Preisverhältniß bei beiden Beleuchtungsarten ist daher 1 : 14, d. h. es kommt das Gaslicht 14mal höher zu stehen als das elektrische Licht. Nimmt man nun an, daß man aus Ersparungsgründen statt der 400 Gasbrenner nur 100 anbringt, so wird man für nur ein Viertel der Beleuchtungsstärke den 3½fachen Kostenaufwand haben als für das (vierfach stärkere) elektrische Licht. Zudem ist die Anlage der elektrischen Beleuchtung viel weniger kostspielig als die der Gasbeleuchtung. Wenn aber bereits eine Gasbeleuchtungsanlage vorhanden ist, so muß man natürlich zu den Anlagekosten für die elektrische Beleuchtung noch die Amortisationszinsen des frühern Anlagekapitals schlagen. Im Durchschnitt wird man kaum 1000 Stunden jährlich der Beleuchtung bedürfen, und da die Einrichtung einer Gasbeleuchtung für 400 Flammen 4000 Fr. im Maximum kostet, so wird durch die jährliche Amortisation von einem Zehntel der Preis des Lichtes um nur 1 Fr. stündlich vergrößert. Die Gesammtkosten betragen alsdann 1,88 Fr. stündlich, und das Verhältniß gegen das Gaslicht stellt sich nunmehr auf 1 : 6, was immer noch sehr zu Gunsten des elektrischen Lichtes ist.

Im Falle, daß kein stärkerer Motor vorhanden ist, wachsen die Ausgaben für die Kohlen sehr beträchtlich, indem man alsdann eine kleine Dampfmaschine extra zum Betriebe der magneto-elektrischen Maschine aufstellen muß, welche bekanntlich viel mehr Kohlen pro Pferdestärke Arbeit consumirt, so daß das früher angeführte Kohlenquantum und demzufolge auch die bezügliche Ausgabe leicht das Doppelte betragen wird; ohne Zuschlag der Amortisationskosten werden sich alsdann die Auslagen für das elektrische Licht auf ca. 1,17 Fr. pro Stunde stellen, und das Verhältniß zwischen elektrischem Licht und Gaslicht wird wie 1 : 10 sein. Mit der jährlichen Amortisation des Kapitals für die früher angelegte Gasbeleuchtung wird der totale Kostenaufwand sich von 2,7 bis auf etwa 3,20 Fr. stündlich stellen, den Heizer inbegriffen, und das Verhältniß zur Gasbeleuchtung wird wie 1 : 4.

Oft wird man mit Vortheil zum Betrieb der magneto-elektrischen Maschinen einen Gasmotor nach dem System Otto-Langen anwenden, wodurch dann allerdings die Ausgaben in starkem Verhältniß wachsen, ohne daß indessen die für Gasbeleuchtung erreicht werden. Der Otto-Langm'sche Gasmotor verbraucht stündlich 1cbm Gas für eine Leistung von 75mk (gleich 1e) und also 5cbm,5 Gas für 400mk; diese Gasmenge kostet bei 0,3 Fr. für den Cubikmeter 1,65 Fr. pro Stunde. Hierzu kommt noch die Ausgabe für die Kohlenstäbchen, so daß die Gesammtkosten 2,16 Fr. pro Stunde betragen und das Verhältniß der Kosten im Vergleich zu Gaslicht sich wie 1 : 6 stellt. Die jährliche Amortisation veranlaßt einen stündlichen Aufwand von 4 Fr., wodurch das Verhältniß sich wie 1 : 3 stellt. Dies darf als der ungünstigste Fall gelten.

Im verflossenen Jahre bestanden in der Hauptsache nur zwei Beleuchtungsanlagen mit elektrischem Lichte, in der Gießerei von Ducommun in Mülhausen und die im Atelier von Gramme in Paris. Gegenwärtig ist diese Beleuchtung schon vielfach in Anwendung gekommen, und zwar an folgenden Orten: Bei Pouyer-Quertier zu l'Jle-Dieu, bei Bréguet in Paris, am Hafen der Zuckerfabrik zu Sarmaize, in den Ateliers von Sautter, Lemonnier und Comp. zu Paris, in den Eisenhütten zu Bessège, im Wiener Opernhause, in der Fabrik für comprimirte Speisen zu Sidney: etc. In der Ausführung noch begriffen find folgende Anlagen: bei Mignon und Rouart in Paris, im Val d'Osne, in der Eisengießerei von |471| Fumel, bei Menier und Noiseil, bei Grenier in Lyon, auf dem Bahnhofe der Nordbahn zu Paris, und in mehreren andern französischen und auswärtigen Fabriken. Sieben Gramme'sche Maschinen sind in Rußland, sechs in Spanien, fünf in Oesterreich-Ungarn, vier in Italien, sechs in England, drei in Portugal, vier in Südamerika und anderwärts zu Beleuchtungszwecken aufgestellt worden. Für die französische Marine wurden zwei sehr starke Maschinen bestellt; eine solche Maschine ist an Bord des englischen Schiffes gekommen, welches gegenwärtig auf der Nordpolexpedition sich befindet, eine andere befindet sich am Bord des russischen Schiffes „Peter der Große“ und eine auf der Yacht „Livadia“ des russischen Kaisers, ferner eine am Bord des größten Schiffes der österreichischen Marine etc.

Einige genaue Details über vier Anlagen dürften dazu dienen, die praktische Seite der Frage vollständig klar zu legen.

Wir haben bereits (1875 217. 341) über die Beleuchtungsanlage in der Gießerei von Heilmann, Ducommun und Steinlen in Mülhausen berichtet. Diese Anlage ist nun schon zwei Jahre lang im Betrieb. Die Gießerei besteht aus einer großen Halle ohne vorstehende Mauern oder Zwischenwand. Die innere Länge beträgt 56m, die ganze Breite 28m. Zwei große Laufkrahne circuliren automatisch von einem Ende des Gebäudes zum andern. Beinahe 5m,5 vom Boden, in demselben Niveau wie die Schienen der Laufkrahne, ist auf beiden Seiten eine Galerie von etwa 2m,5 Breite angebracht. Die Serrin'schen Lampen oder Regulatoren sind 5m vom Boden angebracht. Ihre Entfernungen betragen im Sinne der Länge 21m und im Sinne der Breite 14m. Die Beleuchtung ist allgemein und überall gleich hell; an jeder Stelle des Locals kann man Geschriebenes ohne Mühe in der gewöhnlichen Entfernung vom Auge lesen; Schatten existiren fast gar nicht, indem das Licht der vier Lampen sich durchkreuzt. Die nach Sulzer's System construirte Maschine gibt die zum Betriebe des Gramme'schen Apparates erforderliche Arbeitskraft mit einem Aufwand von 1k,5 Kohle im Maximum. Der Aufwand an Kohlenstäbchen betrug früher einschließlich des Abfalles stündlich 0m,120 pro Lampe, neuerdings hat man jedoch Mittel gefunden, diesen Aufwand auf 0m,08 stündlich zu beschränken.

Die Gramme'schen Maschinen machen etwa 300 Touren pro Minute. Der Kostenaufwand für die Beleuchtung wird von Heilmann in seinem Berichte an die Mülhauser industrielle Gesellschaft auf 1,04 Fr. pro Stunde geschätzt, wobei jedoch nicht Rechnung getragen wird der Amortisation des aufgewendeten Kapitals, welches er folgendermaßen berechnet: Die vier Gramme'schen Maschinen, die vier Serrin'schen Lampen, die Transmissionen und die Aufstellungskosten veranlaßten zusammen einen Aufwand von 9000 Fr. Dazu kommt noch der bezügliche Theil des Werthes der Dampfmaschine und des Kessels mit 3000 Fr. Diese 12 000 Fr. Anlagekapital werden mit 15 Proc. jährlicher Verzinsung mit Bezug auf Kapitalzinsen, Unterhaltung der Maschinen und Amortisation berechnet, was eine jährliche Ausgabe von 1800 Fr. für die Stunde der Beleuchtung ergibt. Rechnet man jährlich 900 Stunden Beleuchtung, so stellen sich die Kosten des elektrischen Lichtes, Alles eingerechnet, auf 3 Fr. pro Stunde.

Im Etablissement von Pouyer-Quertier zu l'Jle-Dieu, einer mechanischen Weberei, ist der mit elektrischem Lichte erleuchtete Saal von etwa 600qm Flächeninhalt und von 4m,2 Höhe. Es sind darin 140 Webstühle aufgestellt. Die Beleuchtung wird von vier Gramme'schen Maschinen von 100 Brennern und acht Lampen geliefert; die Helligkeit ist ganz genügend und nur bei der Ingangsetzung haben die Lampen noch Einiges zu wünschen übrig gelassen. Pouyer-Quertier |472| hat versucht, die Beleuchtung dadurch zu verbessern, daß er die Lampen unterhalb angebracht hat, um die Lichtquellen den Augen vollständig zu entziehen und nur die Decke des Saales erleuchten zu lassen. Es erscheint diese Methode als sehr zweckmäßig, indem so ein vollständig zerstreutes Licht erhalten wird; hauptsächlich dürfte in diesem Falle die geringe Höhe des Saales mit maßgebend sein. Die Gramme'schen Maschinen werden vom Motor der Fabrik in Bewegung gesetzt, nämlich von einer Turbine und einer damit verbundenen Corlißmaschine. Der zur Erzeugung des Lichtes erforderliche Bruchtheil der Betriebskraft ist im Verhältniß zur Mächtigkeit des Motors sehr geringfügig, so daß derselbe bei der Kostenberechnung des Lichtes gar nicht berücksichtigt zu werden braucht. Die ganze laufende Ausgabe beschränkt sich auf den Verbrauch von Kohlenstäbchen, der in diesem Falle größer ist, als man gegenwärtig in der Regel anzunehmen hat. Die Geschwindigkeit der Maschinen beträgt 850 Touren pro Minute.

In Paris ist im Etablissement von Sautter-Lemonnier, Fabrikanten von Leuchtthurmfeuern, die elektrische Beleuchtung in der Montirwerkstätte und Kupferschmiede angebracht und besteht aus drei Gramme'schen Maschinen für 100 Brenner und drei Lampen. Eine der Lampen ist nach Serrin's System, die zweite ist nach Carré's System und die dritte ist nach Duboscq's System construirt. Man hat also hier Gelegenheit, diese verschiedenen Lampensysteme auf ihre Leistungsfähigkeit zu studiren. Vorläufig ist die Serrin'sche Lampe als die einzige wirklich praktische und sichere zu betrachten. Die genannten Ateliers bestehen aus zwei Räumen von 30m Länge und 30m Breite, so daß zusammen ein Flächenraum von 1200qm zu beleuchten ist. In der Mitte des Atelier befindet sich eine Art Platform von 5m Höhe über dem Fußboden, in einer Ausdehnung von 10m Breite bei 30m Länge. Es sind eine große Menge Werkzeugmaschinen vorhanden, welche aber in Folge des sich kreuzenden Lichtes der Lampen durchaus keine hinderlichen Schatten werfen. Zu ebener Erde befinden sich 12 Drehbänke, 7 Hobelmaschinen, 3 Bohrmaschinen, 2 Fräsmaschinen, 1 Zapfenschneidmaschine, 1 Ziehbank, 6 Schmiedefeuer etc. Das Personal besteht aus 26 Monteuren, 12 Drehern und Hoblern, 4 Schmieden und 4 Kupferschmieden. Im obern Theile des Locales befinden sich die Monteure und Modelleure. Nirgendwo ist ein Gasflamme angezündet, und alle Arbeiter haben zu ihrer Beschäftigung genügendes Licht. Der Aufwand an Kohlenstäbchen beträgt 0m,1 stündlich pro Lampe, Abfälle einbegriffen. Eine Reihe von Versuchen hat gezeigt, daß man stündlich für 0,24 Fr. an Kohle mehr für die Dampfmaschine gebraucht, wenn man das Atelier mit elektrischem Licht beleuchtet, als wenn man Gaslicht brennt. Die Kosten für 300 Carcelbrenner übersteigen nicht 0,48 Fr. für die Kohlenstäbchen der Lampen und 0,24 Fr. für die Betriebskraft, was also zusammen einen Kostenaufwand von 0,72 Fr. pro Stunde ausmacht. Die Geschwindigkeit der Maschinen beträgt 800 Touren pro Minute.

Am Hafen von Sarmaize gestattet das elektrische Licht die Entladung der die Rüben für die Zuckerfabrick zuführenden Barken in den Abendstunden so gut wie am Tage, so daß neben dem geringern Kostenaufwand im Vergleich zu anderer Beleuchtung auch noch die Bequemlichkeit bei der Arbeit in Folge der größern Helligkeit mit zu Gunsten des elektrischen Lichtes spricht. Jedenfalls ist gerade in den Zuckerfabriken die Raschheit aller Arbeiten eine Hauptbedingung, so daß also insbesondere in diesen Etablissements, welche bekanntlich während der Campagne Tag und Nacht ununterbrochen fortarbeiten, und wo genügende Betriebskraft stets vorhanden ist, die elektrische Beleuchtung sehr am Platze sein dürfte; aber auch in andern Etablissements |473| und Werkstätten, sowie auf großen Arbeitsplätzen überhaupt ist nach alledem das elektrische Licht sehr zu empfehlen. (Revue industrielle, 1876 S. 1. Maschinenbauer, 1876 S. 145.)

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