Titel: Bruce und Batho's Excavator.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1876, Band 220 (S. 504–505)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj220/ar220123

 Excavator von Bruce und Batho.

Mit Abbildungen auf Taf. IX [d/1].

Der Schluß der Excavatoren, bezieh. die Ausführung des Schnittes im Boden erfolgt bekanntlich vor dem Heben durch Anziehen ihrer Tragketten, deren Aufwärtsbewegung durch Vermittlung von Zugstangen eine entsprechende Drehung der Schaufeln oder Kastentheile zur Folge hat. Sind nun diese Zugstangen wie bei den Excavatoren von Morris und Cumming u. A. (vgl. * 1874 213 104) direct mit den Schaufeln verbunden, so müssen sie beim Schluß des Kastens nach abwärts bewegt werden, woraus sich die Nothwendigkeit von Zwischengliedern zur Umkehrung der Bewegung zwischen ihnen und der gleichzeitig emporgezogenen |505| Kette ergibt. Bei den genannten Constructionen sind solche auch in Form von Kettentrommeln vorhanden.

Auf einfachere Weise ist diese Bewegungsumkehrung bei dem Excavator von Bruce und Batho erreicht, welcher in den Figuren 7 bis 10 nach der Revue industrielle, 1876 S. 109 dargestellt ist. Hier sind die Schaufeln, welche im geschlossenen Zustand einen halbkugelförmigen Kasten K bilden, an doppelarmigen Hebeln HH befestigt, an deren freien Enden die Zugstangen Z angreifen. Die Drehzapfen dieser Hebel sind um den Mittelpunkt der Kugel an einem Rohr R angeordnet. In letzterm läßt sich eine Hängestange S verschieben, welche mit den Zugstangen Z durch eine über das Rohr geschobene Hülse D verbunden ist; diese selbst ist mit dem verstärkten untern Ende der Hängestange S verkeilt, wobei natürlich der Verbindungskeil c durch zwei Längsschlitze des Rohres R treten muß; dadurch wird gleichzeitig einem Drehen der Hülse und hieraus entspringenden Ecken der Bolzen zwischen Hülse und Zugstangen wirksam vorgebeugt. Durch ein zweites Zugstangensystem T stehen die Baggerschaufeln mit einer zweiten gleichfalls über das Rohr R. geschobenen Hülse E in Verbindung, welche der beständigen Wirkung eines Gewichtes G ausgesetzt ist.

Der Excavator hängt nun an zwei Ketten, von denen die eine das Gewicht mit der Hülse E, die andere aber die Hängestange S trägt. Wird die erstere Kette festgehalten, die letztere dagegen etwas nachgelassen, so öffnet sich der Kasten K (Fig. 7), bis sich die Anschläge A der Schaufeln an das Rohr R anlegen. In dieser Stellung der einzelnen Theile wird der Excavator auf den Boden aufgesetzt, in welchen er durch sein Eigengewicht zum Theil einsinkt. Hierauf wird die zweite Kette mit dem Gewicht G losgelassen, die erste Kette mit der Hängestange S dagegen angezogen und dadurch der Schluß des Kastens K bewerkstelligt (Fig. 8). Hierbei wird die Wirkung der Hängestange durch das Gewicht G unterstützt, welches auch bei dem darauf folgenden Heben des ganzen Apparates ein zufälliges Oeffnen des Kastens verhindert.

Sämmtliche Zapfen und Bolzen des Excavators sind durch eingelegte Scheiben aus Guttapercha gegen Versanden, die Muttern durch aufgeschobene Kappen geschützt.

Der Excavator, welcher in verschiedenen Modellen ausgeführt wurde, hat bei einem Durchmesser von 0m,76 bis 1m,52 ein Fassungsvermögen von 0cbm,112 bis 0cbm,910; da jede Operation mit der größten Gattung nur eine Minute erfordern soll, so würde dies eine stündliche Leistungsfähigkeit von 54cbm,6 ergeben.

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