Titel: Ueber das Schwefeln in der Wollbleiche; von I. Delong.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1876, Band 220/Miszelle 9 (S. 286–287)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj220/mi220mi03_9
|287|

Ueber das Schwefeln in der Wollbleiche; von I. Delong.

Nach des Verfassers Mittheilungen (Moniteur de la teinture, 1876 S. 5) läßt sich das Bleichen der Wolle und Wollgewebe mittels gasförmiger schwefliger Säure mit Vortheil durch das Verfahren von Pion ersetzen, welcher die Wolle in eine mit Salzsäure versetzte Lösung von einfachschwefligsaurem Natron legt. Das schwefligsaure Salz wird in großen Krystallen in das Bad gegeben, damit seine Lösung im Wasser und damit seine Zersetzung durch die Salzsäure allmälig vor sich gehe und die Wolle möglichst lang dem Einfluß der freien schwefligen Säure ausgesetzt sei. Ganz gelbe und ordinäre Wolle erhält auf diese Weise ein eben so schönes als dauerhaftes Weiß.

Rascher gestaltet sich das Bleichverfahren bei Anwendung von doppeltschwefligsaurem Natron, welches im Handel unter dem Namen „Leukogen“ vorkommt. Man füllt eine Holzkufe mit einer wässerigen 5proc. Lösung des Salzes, fügt, um die Reaction einzuleiten, etwas Salzsäure hinzu (2 bis 3 Proc. des angewendeten Leukogens)und legt hierauf die Wolle ein, welche aus dieser Flüssigkeit nach verhältnißmäßig kurzer Zeit als vollkommen gebleicht herausgenommen und zum Trocknen an die Luft gehängt werden kann. Kl.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: